Rasenmähen leicht gemacht

Rasenmähen ist die Gartenpflegeaufgabe Nummer eins. Doch es gibt viel zu beachten, damit das Mähen des Rasens den gewünschten Effekt hat und es keine unangenehmen Überraschungen gibt: Schnitthöhe, Zeitpunkt des Mähens und der Zustand des Rasenmähers können die Qualität des Rasens beeinflussen. Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Rasenmähen.

Rasenmähen leicht gemacht

Rasenmähen ist die Gartenpflegeaufgabe Nummer eins. Doch es gibt viel zu beachten, damit das Mähen des Rasens den gewünschten Effekt hat und es keine unangenehmen Überraschungen gibt: Schnitthöhe, Zeitpunkt des Mähens und der Zustand des Rasenmähers können die Qualität des Rasens beeinflussen. Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Rasenmähen.

Wann darf ich Rasen mähen?

Rasenmähen wird aufgrund der Lärmbelästigung schnell zum Streitthema zwischen Nachbarn. Doch wer sich an die gesetzlich geregelten Ruhezeiten hält, ist generell auf der sicheren Seite. Allerdings variieren die rechtlichen Grundlagen, da keine bundesweite Regelung existiert. Die Ruhezeiten werden stattdessen von den Bundesländern und den einzelnen Gemeinden festgelegt. Regelungen dazu finden sich unter anderem in den jeweiligen Landesimmissionsschutzgesetzen. Um sicher sagen zu können, welche Ruhezeiten am jeweiligen Standort gelten, kann man sich auch bei der Gemeinde oder dem zuständigen Ordnungsamt informieren. Die gängigen Ruhezeiten sind an Werktagen folgende: Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr und Nachtruhe von 22 bis 7 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist ganztägig Ruhe einzuhalten.

Wie oft sollte ich Rasen mähen?

Ein regelmäßiger Schnitt sorgt dafür, dass der Rasen schön bleibt. Als Faustregel gilt: Einmal die Woche mähen ist Pflicht. Je nach Rasensorte kann in der Zeit des besonders starken Wachstums (Mai/Juni) auch häufigeres Mähen nötig sein, damit die Rasenfläche schön dicht und gesund bleibt. Zum letzten Mal im Jahr gemäht werden sollte im Herbst nach dem ersten Frost. Im neuen Jahr ist im Frühling nach dem letzten Frost der richtige Zeitpunkt, um den Rasenmäher wieder zum Einsatz zu bringen.

Soll ich nach oder vor dem Vertikutieren oder Düngen Rasen mähen?

Das Rasenmähen wird vor allen anderen Aufgaben erledigt. Sowohl das Vertikutieren als auch das Düngen des Rasens sollte im Normalfall nach dem Mähen stattfinden. Die richtige Reihenfolge lautet: Mähen – Vertikutieren – Düngen.

Wie kurz sollte der Rasen sein?

Die Rasenhöhe ist einerseits Geschmackssache. Während der eine längeres und wild wachsendes Gras mag, bevorzugt der andere einen kurzen englischen Rasen. Andererseits sollte die Schnitthöhe zwischen 3 und 5 Zentimetern liegen, damit der Rasen keinen Schaden davonträgt und kräftig wachsen kann.

Kann ich bei Regen oder Nässe Rasen mähen?

Die besten Voraussetzungen zum Rasenmähen bietet ein trockener Tag, an dem auch Boden und Gras möglichst wenig Feuchtigkeit aufweisen. Wenn es regnet oder das Gras sehr nass ist, bleibt der Rasen am Messer des Mähers kleben. Die Folge: Es kann kein sauberer Schnitt gemacht werden. Zudem knicken die Grashalme durch die Nässe oftmals um, sodass der Rasenmäher im nassen Gras nicht jeden Halm erwischt. Schwere Rasenmäher wie beispielsweise Benzin-Rasenmäher laufen außerdem Gefahr, in den nassen Boden einzusinken und die Graswurzeln zu beschädigen.

Kann ich bei Hitze Rasen mähen?

In Hitze- und Trockenperioden kann der Rasen gemäht werden. Allerdings sollte er nicht zu kurz geschnitten werden. Der Grund: Die längeren Halme spenden mehr Schatten und lassen den Boden nicht so schnell austrocknen. Die empfohlenen 3 bis 5 Zentimeter sollten hier keinesfalls unterschritten werden.

Wie mähe ich Rasenkanten?

Mit einem Rasenkantenschneider wird Rasen gekürztMit einem Rasenkantenschneider lassen sich Ränder und Ecken sauber mähen.

Wenn der Rasen an ein Beet angrenzt und mit einer sauberen englischen Rasenkante ohne Kantensteine abgetrennt ist, kommt ein Rasenmäher an seine Grenzen. Die meisten Modelle sind zu breit und beim Mähen der Kante besteht das Risiko, dass die Beetpflanzen beschädigt werden. Deshalb ist ein Rasenkantenschneider oder für kleinere Flächen eine Handgrasschere empfehlenswert. Außerdem muss die Rasenkante zwei- bis dreimal im Jahr nachgestochen werden, damit sie in Form bleibt.

Wie kann ich eine Böschung mähen?

Eine Böschung wird immer quer zum Hang gemäht. So entsteht ein gleichmäßiger Schnitt. Der Mäher sollte sich dabei stets auf gleicher Höhe mit den Rasenmähenden befinden, damit Unfälle vermieden werden.

Was muss ich beim Mähen von frisch gesätem Rasen und neu verlegtem Rollrasen beachten?

Nach dem ersten Säen oder Verlegen ist es ratsam, den Rasen auf 8 bis 10 Zentimeter wachsen zu lassen. Erst dann haben sich die Wurzeln fest im Boden verankert und der Rasen weist die nötige Stabilität auf. Beim Mähen sollte die Ein-Drittel-Regel befolgt werden. Das heißt: Bei einer Grashöhe von 10 Zentimetern sollte beim ersten Mähen eine Schnitthöhe von 7 Zentimetern gewählt werden. In der Folge kann der Rasen dann Schritt für Schritt weiter gekürzt werden. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass der Rasen durch das Mähen nicht zu sehr belastet wird und sich schnell wieder erholt.

Wo kann ich den Rasenschnitt entsorgen?

Ein Mulchmäher löst das Problem mit dem Rasenschnitt von alleine: Er häckselt das gemähte Gras klein und verteilt es direkt auf dem Rasen. So kann der Boden die wertvollen Nährstoffe aufnehmen. Auch Blumenbeete freuen sich über Rasenschnitt als natürlichen Dünger. Eine dünne Schicht geschnittenes Gras hält Unkraut fern und gibt im Laufe der Verrottung Nährstoffe in den Boden ab. Alternativ kann der Rasenschnitt kompostiert oder in der Biotonne entsorgt werden.

Wie reinige ich den Rasenmäher richtig?

Die regelmäßige Reinigung des Rasenmähers verlängert seine Lebensdauer und erhält die Leistungsfähigkeit. Besonders vor der Winterpause sollte der Mäher gründlich gereinigt werden.

  1. Grasreste entfernen
    Das Wichtigste zuerst: Entferne den Akku, ziehe das Kabel oder trenne den Zündkerzenstecker ab, damit der Rasenmäher während der Reinigung nicht versehentlich anspringt. Entferne alle Grasreste mit der Hand oder einem Handfeger. Der Rasenmäher liegt dafür am besten auf der Seite oder auf dem Rücken.


  2. Schmutz entfernen
    Als Nächstes beseitigst du Schmutz und Dreck. Grobe Verschmutzungen an den Außenseiten lassen sich mit einem feuchten Allzwecklappen entfernen. Achte jedoch darauf, dass keine Feuchtigkeit an die Elektronik gelangt! Hartnäckigeren Dreck wie verkrusteten Rasen und angetrocknete Erde kannst du vorsichtig mit einem Messer abkratzen.


  3. Fangkorb reinigen
    Als Letztes ist der Fangkorb an der Reihe. Nachdem du ihn entleert hast, kannst du ihn ganz einfach mit Wasser ausspülen und trocknen lassen. Hier besteht keine Gefahr durch die Nässe.

Extratipp: Messer schärfen

Nur mit einem scharfen Messer entsteht beim Rasenmähen ein schönes Schnittbild. Deshalb ist es nötig, das Messer in regelmäßigen Abständen zu schärfen. Das kann selbst zu Hause gemacht werden. Zum Ausbau des Messers reicht meistens ein passender Schraubschlüssel oder eine Ratsche aus. Das ausgebaute und gereinigte Messer wird dann in einem Schraubstock eingeklemmt und mit einer Hand- oder Schleiffeile geschärft.