Hecken

Hecken gehören in vielen Gärten einfach dazu. Ob einfarbig und immergrün oder als Hingucker mit bunten Blüten und Beeren: Die praktischen Pflanzen fügen sich in jede Gartengestaltung ein. Freunde von schnell wachsenden Hecken werden bei der großen Auswahl genauso glücklich wie alle auf der Suche nach einer pflegeleichten und dennoch schönen Alternative zu Holzzaun und Co.

Hecken pflanzen:
Vor- und Nachteile im Überblick

In großen wie kleinen Gärten sowie rund um Terrassen können Hecken einen entscheidenden Unterschied machen. Als Alternative zu Zäunen oder anderen Sichtschutzmaßnahmen vereinen die Pflanzen viele Vorteile in sich.

Aber auch die negativen Aspekte einer Hecke sollten vor dem Kauf bedacht werden, damit sich die Investition später nicht als Fehler herausstellt.

Vorteile einer Hecke im Garten

Eine Hecke im eigenen Garten kann aus verschiedenen Gründen überzeugen. In erster Linie ist sie ein individuell gestaltbarer, natürlicher Sichtschutz, der als Zaunersatz zum Nachbargrundstück genauso gut funktioniert wie als Gestaltungselement innerhalb des Gartens. Die Pflanzen bieten zudem sichere Brutplätze für die heimische Vogelwelt und unterstützen die Wasserspeicherung im Boden.

Nachteile einer Hecke im Garten

Natürlich hat eine Hecke auch einige Nachteile. Im Vergleich zu künstlichem Sichtschutz erfordert die Hecke je nach Art viel Pflege und muss regelmäßig geschnitten werden. Zusätzliche Arbeit kann durch den Laubabwurf im Herbst entstehen. Wer eine schnelle Lösung zur Abgrenzung braucht, ist aufgrund der benötigte Wachstumsdauer mit einer Hecke nicht gut beraten.

Wichtige Kriterien für den Kauf

Vor allem zwei Aspekte sollten beim Kauf einer Hecke bedacht werden: Welche Möglichkeiten bietet der vorhandene Boden und welche Eigenschaften soll die Hecke mitbringen? Denn nicht jede Heckenpflanze kann an jeder Stelle wachsen und gedeihen. Und nicht alle Heckenarten sind für jeden Garten oder jeden Anspruch geeignet.

Bodenbeschaffenheit und Standort

Manche Pflanzen kommen mit trockenen Böden gut zurecht, andere wiederum brauchen eine gewisse Grundfeuchte, um zu gedeihen. Da die Eigenschaften des Bodens sich nicht verändern lassen, muss die Hecke passend zur Bodenbeschaffenheit und dem geplanten Standort ausgewählt werden.

Optik der Hecke

Soll die Hecke vor allem als Sichtschutz dienen, sind immergrüne, dicht wachsende Arten die richtige Wahl. Dabei ist auch auf die Schnelligkeit des Wachstums und die Wuchshöhe zu achten. Die vorherrschende Farbe ist Grün, manche Hecken können aber auch mit buntem Blattwerk oder farbigen Früchten überzeugen.

Pflege der Hecke

Wer nur ungern im Garten arbeitet, entscheidet sich am besten für pflegeleichte Heckenpflanzen, die nur einmal im Jahr geschnitten werden müssen oder komplett frei wachsen können. Weitere Arbeitserleichterung bieten immergrüne Hecken, die kein Laub verlieren.

Bei der Wahl einer Hecke ebenfalls entscheidend: Bewegen sich kleine Kinder oder Haustiere frei umher? Dann sollte auf jeden Fall auf eine ungiftige Pflanze zurückgegriffen werden. Je nach Art der Pflanze können verschiedene Teile wie Beeren, Samen und Blätter gefährlich sein. Hier sollte im Zweifelsfall Sicherheit vor Optik gehen.

Hecken richtig schneiden

Damit die Hecke dicht wächst, gesund bleibt und nicht in den Garten oder das Nachbargrundstück hineinragt, muss sie regelmäßig und vor allem richtig geschnitten werden. Tipps rund um das Heckenschneiden und die passende Ausstattung findest du in diesem Ratgeber.

Heckenarten im Vergleich

Bezeichnung Aussehen Wuchshöhe Besondere Eigenschaften
Buchsbaum Kleine,hellgrüne Blätter Bis 1 m
  • Langlebig
  • Bienenfreundlich
  • Langsamer Wuchs
Eibe Feine Nadeln, rote Beeren 1 bis 4 m
  • Giftig
  • Langsamer Wuchs
  • Langlebig
  • Immergrün
Kirschlorbeer Grobe, glänzend grüne Blätter 1 bis 2 m
  • Giftig
  • Immergrün
  • Pflegeleicht
Liguster Zarte, glänzend grüne Blätter, schwarze Beeren 1 bis 3 m
  • Schneller Wuchs
  • Giftig
  • Vogelfreundlich
Rotbuche/Rotblättrige Blutbuche Grüne oder rote Blätter 1 bis 4 m
  • Schneller Wuchs
  • Schattentauglich
  • Langlebig
Scheinzypresse Schuppenartiges Laub, in verschiedenen Gelb-, Blau- und Grüntönen erhältlich 2 bis 4 m
  • Filigran
  • Immergrün
  • Frostempfindlich
Stechpalme Dekorative, zackige Blätter, rote oder gelbe Beeren 1 bis 2 m
  • Stacheln
  • Langsamer Wuchs
  • Frostempfindlich
  • Immergrün
Thuja Schuppenartiges, mattgrünes Laub 2 bis 4 m
  • Giftig
  • Frosthart
  • Preiswert
  • Immergrün

Fragen & Antworten

Wann ist das Heckenschneiden erlaubt?

Der Rückschnitt der Hecke ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September aus Tierschutzgründen verboten. Der schonende Form- und Pflegeschnitt ist ganzjährig erlaubt. Beim Einsatz einer motorisierten Heckenschere sind die geltenden Ruhezeiten zu beachten. Weitere Regelungen können sich aus landesrechtlichen Regelungen oder dem Nachbarrecht ergeben.

Wie hoch dürfen Hecken wachsen?

Die zulässige Heckenhöhe ergibt sich u.a. aus dem jeweiligen Landesrecht. In den meisten Bundesländern gilt eine Maximalhöhe von 2 Metern bei einem Abstand zur Grundstücksgrenze von mindestens 50 cm. Bei Unsicherheiten helfen die örtlichen Behörden weiter.

Wann ist die beste Zeit zum Einpflanzen?

Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen einer Hecke ist im Frühherbst. Bei frostempfindlichen Arten sollte bis zum Frühjahr gewartet werden.