Gartenscheren und teleskopierbare Entaster kappen Äste und Triebe (bis zu 50 mm Durchmesser) präzise mit gehärteten, oft antihaftbeschichteten Carbonstahl-Klingen. Als essenzielle Basis-Ausstattung für Dein nächstes Projekt rund um Baumarkt & Garten sorgen sie durch Bypass- oder Amboss-Mechaniken für pflanzenschonende Schnitte ohne Rindenquetschung. Unter all unseren Hand- und Motorwerkzeugen der Rubrik Gartengeräte & Gartenwerkzeuge bieten Dir diese Schneidhilfen zudem kraftsparende Hebelgetriebe und ausziehbare Stiele für Arbeitshöhen von bis zu 4 Metern.
Der Frühjahrsputz im Grünen steht an. Der alte Apfelbaum hat wild ausgetrieben und die Rosensträucher ragen weit über den Weg. Hand aufs Herz: Mit einer stumpfen Klinge oder auf einer wackeligen Leiter wird der Rückschnitt schnell gefährlich. Hier übernimmt das richtige Werkzeug. Ruckzuck sind die dichten Kronen ausgedünnt und die Triebe sauber gekappt. Der Baum kann wieder atmen, die Wunde verheilt schnell.
Die Klingenkonstruktion bestimmt, wie die Schere mit dem physischen Widerstand des Holzes umgeht. Für einen gesunden Pflanzenwuchs ist die Wahl der richtigen Mechanik essenziell, um Quetschungen an der Rinde zu vermeiden.
Scherentyp / Mechanik | Klingenaufbau | Max. Astdurchmesser (ca.) | Anwendungsbereich |
|---|---|---|---|
Bypass-Schere | Zwei aneinander vorbeigleitende Schneiden (wie eine Papierschere). | 10 bis 20 mm | Frisches, grünes Holz, Rosen, Ziersträucher. Hinterlässt sehr saubere, glatte Wundränder. |
Amboss-Schere | Eine scharfe Klinge trifft mittig auf eine flache Metallbasis (den Amboss). | 15 bis 30 mm | Hartes Totholz, ausgetrocknete Äste. Maximale Kraftübertragung, quetscht jedoch frische Rinde. |
Astschere (Zweihand) | Verlängerte Hebelarme, oft mit integriertem Zahnradgetriebe. | 30 bis 50 mm | Dickere Äste an Obstbäumen und dichten Sträuchern. Die Hebelwirkung spart bis zu 40 % Kraft. |
Wenn die Baumkrone zu hoch wird, sind Leitern auf weichem Rasen ein enormes Sicherheitsrisiko. Hier kommen Teleskop-Astscheren und Entaster zum Einsatz. Diese Werkzeuge besitzen ausziehbare Stiele aus leichtem Aluminium oder Fiberglas, wodurch sie Arbeitshöhen von bis zu 4 Metern ermöglichen.
Mechanische Raupenscheren werden über ein innenliegendes Zugseil bedient. Du hängst den Schneidkopf über den Ast und ziehst am Griff – ein Flaschenzug-System im Schneidkopf verstärkt Deine Zugkraft enorm. Für stärkere Äste in der Baumkrone verfügen viele manuelle Entaster zusätzlich über ein aufsteckbares Sägeblatt.
Eine klassische Gartenschere ist für präzise Einzelschnitte gedacht. Für den großflächigen, formgebenden Rückschnitt von Buchsbaum oder Lebensbaum greifst Du hingegen besser zur Akku-Heckenschere. Überschreiten die zu kappenden Äste einen Durchmesser von 4 bis 5 Zentimetern, stößt auch eine Zweihand-Astschere an ihre Grenzen. Dann ist eine kompakte, leistungsstarke Akku-Kettensäge die technisch sicherere Wahl.
Das anfallende, sperrige Schnittgut zerkleinerst Du anschließend ressourcenschonend im Häcksler – eine breite Auswahl findest Du im Bereich Kettensägen & Häcksler. Die entstandenen feinen Holzschnipsel sind ein exzellentes Strukturmaterial, das für die nötige Durchlüftung in Deinem Komposter sorgt. Falls nach dem umfassenden Gehölzschnitt eine Neuanlage des Bodens geplant ist, helfen Dir Gartenfräsen & Hacken, das Erdreich für neue Bepflanzungen tiefgründig aufzulockern.
Nach dem Schnitt von harzenden Hölzern (wie Nadelbäumen) sollten die Klingen sofort mit Harzlöser oder Reinigungsalkohol abgewischt werden. Pflanzensäfte greifen das Metall auf Dauer an. Ein paar Tropfen Kriechöl auf dem Gelenk und den Klingen schützen das Werkzeug während der Winterpause vor Flugrost.
Ja, aber bei einer Amboss-Schere wird immer nur die schneidende, obere Klinge beidseitig geschliffen. Der Amboss (die untere, flache Auflagefläche) darf niemals geschliffen werden, da die Schere sonst nicht mehr bündig schließt und das Holz nur noch einklemmt, anstatt es zu durchtrennen.
Ein integriertes Zahnrad- oder Hebelgetriebe im Gelenkkopf der Astschere funktioniert wie eine Gangschaltung. Es übersetzt die angewendete Armkraft. Dadurch sinkt der benötigte Kraftaufwand beim Durchtrennen von harten, dicken Ästen um bis zu 40 %. Das schont die Gelenke bei längeren Arbeiten extrem.