Wäschetrockner und ihre Funktionen

Kein zeitraubendes Auf- und Abhängen von Wäsche mehr: Ein elektrischer Trockner ist ein Haushaltsgerät, das feuchte Textilien durch Schleudern und die Zufuhr von warmer Luft in kurzer Zeit schrankfertig trocknet. Das lohnt sich vor allem für Familien, die eine große Menge an Wäsche zu bewältigen haben. Willkommener Nebeneffekt ist das flauschige Finish der Wäsche ganz ohne Weichspüler – was über die faserlockernde Schleuderbewegung entsteht.

So funktioniert ein Trockner

Der erste Schritt im Trocknungsprozess ist die mechanische Entfernung des Wassers aus den Textilfasern. Wer die Wäsche in der Waschmaschine schon schleudern lässt, leistet hier Vorarbeit, die das Trocknen zusätzlich beschleunigt. In der großen Trommel des Trockners wird die Wäsche noch einmal geschleudert. Im zweiten Schritt wird das restliche Wasser in den Textilien verdampft. Hierzu bläst das Gerät trockene, warme Luft auf die Wäsche, die fortwährend bewegt wird. Je nach Art des Trockners wird die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft anschließend durch ein Flusensieb gesaugt und dann kondensiert oder direkt nach außen entlassen.

Die große Energieschleuder?

Insbesondere das Verdampfen des Wassers im Wäschetrockner gilt als energieintensiv. Das trifft vor allem auf in die Jahre gekommene Geräte zu. Heute sind die einzelnen Geräte für eine bessere Übersicht gemäß einer EU-Richtlinie gut sichtbar in verschiedene Energieeffizienzklassen eingeteilt. Eine Energieeffizienzklasse von A+++ (grün) steht dabei für einen sehr niedrigen Energieverbrauch, alphabetisch absteigend bis D (rot) für einen sehr hohen Energieverbrauch. Die modernen Wäschetrockner im Lidl-Onlineshop weisen eine durchweg gute Energieeffizienzklasse auf. Das liegt daran, dass Hersteller inzwischen auf einen geringen Verbrauch als Kaufargument achten und beispielsweise eine umweltfreundliche Wärmepumpe einbauen, die aus der warmen Abluft Energie zurückgewinnt. Die Kondensationseffizienzklasse gibt den Grad der vom Wäschetrockner aufgefangenen Feuchtigkeit an. Je besser die Kondensationseffizienz ist, desto weniger feuchte Luft gibt der Trockner nach außen ab. Klasse A bezeichnet hier den besten Wert. Alphabetisch absteigend bis G (schlechtester Wert) werden die Klassen mit einem Abstand von 10 % eingeteilt.

Diese Varianten für Wäschetrockner gibt es

Die ersten europäischen Wäschetrockner wurden 1958 vom Hersteller Miele angeboten. Nicht nur das Design der Geräte hat sich seither verändert, sondern auch viele seiner Zusatzfunktionen. Folgende Modelle gibt es heutzutage auf dem Markt:

Trommeltrockner

Zu den Trommeltrocknern gehören alle Geräte, bei denen die Wäsche in eine bewegliche Trommel geladen wird. Diese bewegt die Textilien während des Trocknungsvorgangs, um eine gleichmäßige Trocknung durch die warm aufgeheizte Luft zu gewährleisten. Hier finden Sie einen Überblick über die marktüblichen Wäschetrockner-Arten:
Wärmepumpentrockner Kondenstrockner Ablufttrockner
Energieeffizienz +++ - -
Trocknungsdauer - ++ ++
Raumklima +++ - -
Anschaffungspreis - ++ +++
Legende: - = ungünstig, ++ = gut, +++ = sehr gut

Zwei in Eins – Der Waschtrockner

Eine Kombination aus Waschmaschine und Wäschetrockner stellen sogenannte Waschtrockner dar. Diese Kombi-Geräte sind praktisch und sparen Platz. Allerdings können sie nur mit einer geringeren Wäschemenge befüllt werden als die herkömmlichen Einzelgeräte. Das liegt daran, dass Wäsche in feuchtem Zustand ein geringeres Volumen hat als in trockenem Zustand. Nutzer müssen das beim Beladen beachten – und gegebenenfalls einen Teil der Feuchtwäsche herausnehmen, die sie dann in einem zweiten Schub trocknen. Die Programmdauer, die Waschen, Schleudern und Trocknen beinhaltet, beträgt mehrere Stunden. Ein Umladen der nassen Wäsche entfällt. Darüber hinaus sind Waschtrockner sehr pflegeleicht. Kondenswasser muss nicht entsorgt werden. Flusen spült das Gerät selbstständig wieder heraus.

Die richtige Füllmenge

Die Füllmenge von Trocknern kann von Modell zu Modell variieren. In der Regel besitzen die Trommeln ein Fassungsvermögen von 7 bis 8 kg Trockenwäsche. Die Angaben der Hersteller beziehen sich in der Regel auf das Standardprogramm für Baumwolle bei vollständiger Befüllung. Je nach Füllmenge kann sich die Trocknungsdauer ändern. Das bedeutet, dass je nach Programm eine andere Füllmenge nötig sein kann. Denn eine geringere Befüllung kann empfindliche Gewebe schonen und Knitterfalten verhindern.

Was ein Wäschetrockner alles kann: Spezialprogramme

Schranktrocken, bügeltrocken, Knitterschutz: Diverse Spezialprogramme für Wäschetrockner werden unterschiedlichen Anforderungen und Kleidungsstücken gerecht.
  • Schranktrocken: Die vollständig getrockneten Textilien können direkt aus dem Wäschetrockner in den Schrank gelegt werden.
  • Bügeltrocken: Die Textilien sind nicht komplett getrocknet. Eine gewisse Restfeuchte erleichtert anschließend das Bügeln.
  • Knitterschutz: Um Falten zu verhindern, wird die Kleidung im Wäschetrockner regelmäßig aufgelockert. Diese zusätzliche Trommelbewegung ist besonders praktisch, wenn Sie die Textilien nicht direkt nach Programmende entnehmen können.
Moderne Wäschetrockner warten auch mit Sonderprogrammen für Wolle, Daunen oder empfindliche Sportbekleidung auf. Im Lidl-Onlineshop können Sie nach Belieben das passende Gerät für Ihre Ansprüche wählen. Im Sortiment gibt es auch besonders leise laufende Modelle. Dank geräuscharmem Trocknen lassen sich diese Wäschetrockner bei fehlendem Waschkeller beispielsweise auch in der Küche aufstellen. elektrischer Wäschetrockner

Was darf in den Wäschetrockner – und was nicht?

Kleidungsstücke und Textilien maschinell trocknen zu lassen klingt verlockend. Dennoch eignen sich nicht alle Stoffe gleichermaßen für den beliebten Wäschetrockner. Ob Ihr T-Shirt für den Trockner geeignet ist, können Sie oft dem eingenähten Waschzettel entnehmen. Das Viereck mit dem innenliegenden Kreis ist darauf das Trocknersymbol. Ist es nicht durchgestrichen, können Sie das gute Stück bedenkenlos in den Wäschetrockner geben. Das gilt in der Regel auch für:
  • Handtücher
  • Geschirrtücher
  • Bettwäsche
  • Baumwoll-Socken und Baumwoll-Unterwäsche
Jeans und andere Kleidungsstücke aus Baumwolle sollten nicht komplett in der Maschine getrocknet werden, um sie zu schonen und ein Einlaufen zu verhindern. Sie können auf der Leine zu Ende trocknen. Häufiges Waschen und Trocknen nutzt Textilien schneller ab. Für den Wäschetrockner tabu sind daher folgende Textilien:
  • reine Seide und zarte Spitze
  • reine Wolle
  • Kleidung mit aufgedruckten Gummielementen (Prints, Rutschstopper etc.)
  • Badekleidung
  • Bügel-BHs
Bei richtiger Anwendung und guter Pflege kann ein Wäschetrockner Sie und Ihre Familie über viele Jahre zuverlässig begleiten. Im Lidl-Onlineshop finden Sie beste Qualität zu günstigen Preisen. Erleichtern Sie sich den Alltag und holen Sie sich ein modernes, umweltfreundliches und zeitsparendes Wäschetrockner-Modell nach Hause.

Ablufttrockner

Klassische Ablufttrockner gelten seit der Entwicklung der Wärmepumpentechnologie als veraltet. Dennoch trocknen sie die Wäsche. Über einen Abluftschlauch wird die feuchte Luft nach außen transportiert – in den Raum oder auch ins Freie. Wird die Luft direkt in den Raum geblasen, kann das schnell zu Schimmelbildung führen. Daher ist es unbedingt zu empfehlen, die Abluft durch einen Schlauch nach außen zu führen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass ausreichend Zuluft in den Raum strömen kann, um einen Unterdruck zu vermeiden. Im Vergleich zu moderneren Geräten ist der Stromverbrauch der Ablufttrockner ziemlich hoch.

Kondenstrockner

Text eingeben...Weil beim Kondensationstrockner für die Abluft kein Schlauch ins Freie notwendig ist, sind sie flexibel aufstellbar. Allerdings ist der Kondenstrockner dafür bekannt, seine Umgebung zu erwärmen. Das liegt daran, dass die zum Trocknen erzeugte Energie als Wärme an den Raum abgegeben wird. Die Feuchtigkeit wird von einem Kondensator unter der Trommel aufgefangen. Was die Energieeffizienz betrifft, liegen diese Geräte auf einem ähnlichen Level wie Ablufttrockner; über die Klasse B (gelb) kommen sie allerdings nicht hinaus.

Wärmepumpentrockner

Vor allem in Sachen Energieeffizienz schneiden Wärmepumpentrockner hervorragend ab. Ein innovativer Kondensationstrockner mit Wärmepumpentechnik kann nämlich einen Großteil der erzeugten Energie wiederverwenden. Gegenüber dem Kondenstrockner kann das bis zu 50 % Strom sparen. Seine hohen Anschaffungskosten amortisieren sich mit dem niedrigen Energieverbrauch. Einziger Nachteil ist, dass es tendenziell länger dauert, bis die Wäsche trocken ist – bisweilen bis zu drei Stunden.