Hochbeet befüllen und bepflanzen: So geht´s

Ein Hochbeet hat viele Vorteile: Es bietet eine angenehme Höhe zum Arbeiten, kann Balkone und Terrassen in wahre Pflanzenparadiese verwandeln und einen Garten mit schlechtem Boden dennoch erblühen lassen. Damit das Hochbeet lange Grund zur Freude gibt, müssen verschiedene Dinge beachtet werden. Wichtige Tipps zum Aufbau der Schichten, zum richtigen Bepflanzen und alles rund um die Wahl der richtigen Blumen, Kräuter und Gemüsesorten gibt es hier.

Hochbeet befüllen und bepflanzen: So geht´s

Ein Hochbeet hat viele Vorteile: Es bietet eine angenehme Höhe zum Arbeiten, kann Balkone und Terrassen in wahre Pflanzenparadiese verwandeln und einen Garten mit schlechtem Boden dennoch erblühen lassen. Damit das Hochbeet lange Grund zur Freude gibt, müssen verschiedene Dinge beachtet werden. Wichtige Tipps zum Aufbau der Schichten, zum richtigen Bepflanzen und alles rund um die Wahl der richtigen Blumen, Kräuter und Gemüsesorten gibt es hier.

Warum ist das richtige Befüllen und Bepflanzen des Hochbeets so wichtig?

Hochbeete sind vor allem wegen ihrer hohen Nährstoffkonzentration beliebt. Mit einem Hochbeet können Blumen, Kräuter und Gemüse auch an Standorten herangezogen werden, an denen der natürliche Erdboden keine erfolgreiche Bepflanzung zulässt. Damit die wichtigen Nährstoffe zur Verfügung stehen, ist die Befüllung des Hochbeets entscheidend. Erst durch die richtigen Schichten und den natürlichen Verrottungsprozess wird aus dem Hochbeet ein echter Nährstoffkraftprotz.

Wie sieht der Aufbau eines Hochbeets aus?

Für ein fruchtbares Hochbeet braucht es mehr als schlichte Erde in einem Holzkasten. Die verschiedenen Schichten sorgen für Nährstoffe und Wärme. Ein gut aufgebautes Hochbeet kann bis zu fünf Jahre ergiebige Ernten und prachtvolle Blüten bringen.

Schichten des Hochbeets

Ein Hochbeet mit fünf Schichten ist für jede Art der Bepflanzung gut geeignet.

Je nach Anbauwunsch besteht das Hochbeet aus drei bis fünf Schichten. Für Kräuter und Blumen sind drei Schichten ausreichend; für Gemüse sind fünf Schichten empfehlenswert. Jede Schicht übernimmt eine andere Funktion. Die Höhe der Schichten hängt von der Gesamthöhe des Hochbeets ab. Sie sollten allerdings nicht zu dünn ausfallen, da sonst die Nährstoffdichte nicht lange anhält.

Aufbau eines Hochbeets mit fünf Schichten

Schicht Funktion Schichthöhe
Grober Gehölzschnitt Durchlüftung, Vermeidung von Staunässe 25 bis 30 cm
Feiner Gehölzschnitt oder Rasensode Barrierefunktion, Vermeidung des Durchrutschens der oberenSchichten 15 bis 20 cm
Grober Kompost oder Alternativen Wärme, Nährstoffe durch Verrottung 20 cm
Verrotteter Kompost Direkte Nährstoffversorgung 10 cm
Erde Bepflanzungsschicht Resthöhe, mindestens 20 cm

Besonders die Schichten aus Kompost oder Alternativen wie Pferde- oder Kuhdung sind für den Erfolg eines Hochbeets entscheidend. Keinesfalls sollte diese Schicht durch Erde oder Ähnliches ersetzt werden. Wer nur Blumen anpflanzen möchte, kann sein Hochbeet auch komplett mit Blumenerde füllen – Kompost- und Barriereschicht sind in diesem Fall nicht nötig.

Anleitung: Wie befülle ich ein Hochbeet?

Am Boden eines Hochbeets wird ein Wühlmausgitter platziert.

Schritt 1: Anbringen eines Wühlmausgitters

Bevor du die erste richtige Schicht in das Hochbeet füllst, solltest du ein Wühlmausgitter am Boden befestigen. Dieses Gitter hält Nagetiere und andere Eindringlinge von Erde, Wurzeln und Pflanzen fern.

Schritt 1: Anbringen eines Wühlmausgitters

Am Boden eines Hochbeets wird ein Wühlmausgitter platziert. Bevor du die erste richtige Schicht in das Hochbeet füllst, solltest du ein Wühlmausgitter am Boden befestigen. Dieses Gitter hält Nagetiere und andere Eindringlinge von Erde, Wurzeln und Pflanzen fern.
Baum- und Heckenschnitt wird in das Hochbeet gefüllt.

Schritt 2: Holzkernschicht einfüllen

Auf das Wühlmausgitter füllst du die erste Schicht – die sogenannte Holzkernschicht. Sie kann aus kleinen Ästen, Strauchabfällen und sonstigem Baum- und Heckenschnitt bestehen. Diese Schicht darf nicht kompakt oder fest sein, denn ihre lockere Struktur hat mehrere Vorteile: Sie lässt Platz für nützliche Bodenlebewesen, sorgt dafür, dass Feuchtigkeit abfließt, und ermöglicht eine gute Durchlüftung des Hochbeets.

Schritt 2: Holzkernschicht einfüllen

Baum- und Heckenschnitt wird in das Hochbeet gefüllt. Auf das Wühlmausgitter füllst du die erste Schicht – die sogenannte Holzkernschicht. Sie kann aus kleinen Ästen, Strauchabfällen und sonstigem Baum- und Heckenschnitt bestehen. Diese Schicht darf nicht kompakt oder fest sein, denn ihre lockere Struktur hat mehrere Vorteile: Sie lässt Platz für nützliche Bodenlebewesen, sorgt dafür, dass Feuchtigkeit abfließt, und ermöglicht eine gute Durchlüftung des Hochbeets.
Gehäckselte Äste für ein Hochbeet

Schritt 3: Zwischenschicht einfüllen

Die zweite Schicht grenzt die Holzkernschicht vom anfänglichen Nährboden ab. Dafür eignen sich gehäckselte Äste, klein geschnittene Heckenabfälle oder geschredderte Staudenreste. Alternativ kannst du auch eine umgedrehte Rasensode einsetzen. Diese Zwischenschicht sorgt dafür, dass die oberen Schichten nicht nach unten durchrutschen.

Schritt 3: Zwischenschicht einfüllen

Gehäckselte Äste für ein Hochbeet Die zweite Schicht grenzt die Holzkernschicht vom anfänglichen Nährboden ab. Dafür eignen sich gehäckselte Äste, klein geschnittene Heckenabfälle oder geschredderte Staudenreste. Alternativ kannst du auch eine umgedrehte Rasensode einsetzen. Diese Zwischenschicht sorgt dafür, dass die oberen Schichten nicht nach unten durchrutschen.
Verrotteter Kompost oder Stallmist als Zwischenschicht im Hochbeet.

Schritt 4: Kompost einfüllen

Als Nächstes füllst du den Kompost ein. Hier kommt es auf die richtige Mischung an. Im Idealfall hast du sowohl verrotteten Kompost oder Stallmist als auch groben, etwas „frischeren“ Kompost zur Verfügung. So sorgst du dafür, dass über einen längeren Zeitraum immer genügend Nährstoffe in den Boden freigesetzt werden. Kompost oder kompostierbares Material kannst du entweder aus Gartenabfällen selbst zu Hause mithilfe eines Komposters herstellen oder im Fachhandel kaufen.

Schritt 4: Kompost einfüllen

Verrotteter Kompost oder Stallmist als Zwischenschicht im Hochbeet. Als Nächstes füllst du den Kompost ein. Hier kommt es auf die richtige Mischung an. Im Idealfall hast du sowohl verrotteten Kompost oder Stallmist als auch groben, etwas „frischeren“ Kompost zur Verfügung. So sorgst du dafür, dass über einen längeren Zeitraum immer genügend Nährstoffe in den Boden freigesetzt werden. Kompost oder kompostierbares Material kannst du entweder aus Gartenabfällen selbst zu Hause mithilfe eines Komposters herstellen oder im Fachhandel kaufen.
Ein Hochbeet wird mit Erde bedeckt.

Schritt 5: Erde auffüllen

Die letzte Schicht besteht aus hochwertiger Erde. Die Erde kannst du entweder aus deinem eigenen Garten nehmen oder im Fachhandel besorgen. Die Erdschicht sollte nicht zu dünn sein, denn hier pflanzt du letztendlich deine Blumen, Kräuter und Gemüsesorten ein.

Schritt 5: Erde auffüllen

Ein Hochbeet wird mit Erde bedeckt. Die letzte Schicht besteht aus hochwertiger Erde. Die Erde kannst du entweder aus deinem eigenen Garten nehmen oder im Fachhandel besorgen. Die Erdschicht sollte nicht zu dünn sein, denn hier pflanzt du letztendlich deine Blumen, Kräuter und Gemüsesorten ein.

Womit kann ich mein Hochbeet bepflanzen?

Dank seiner hohen Nährstoffdichte ist ein Hochbeet für viele verschiedene Arten von Bepflanzung geeignet. Sowohl Blumen und Kräuter als auch verschiedene Gemüsesorten können im Hochbeet gut gedeihen. Ob vorgezogene Pflanzen oder Samen genutzt werden, ist Geschmackssache: Bei Samen gibt es eine größere Auswahl, dafür ist der Aufwand größer. Vorgezogene Pflanzen sind schnell gesetzt, dafür teurer in der Anschaffung. Neben der Wahl der richtigen Sorten spielen auch der Pflanzzeitpunkt sowie die Fruchtreihenfolge eine wichtige Rolle.

Worauf muss ich beim Bepflanzen des Hochbeets im ersten und zweiten Jahr achten?

Jede Pflanze hat andere Bedürfnisse – das ist beim Bepflanzen des Hochbeets zu beachten.

Obwohl der Nährstoffgehalt im Hochbeet höher ist als im normalen ebenerdigen Beet, sind die Nährstoffvorräte auch hier begrenzt. Um das Maximum aus dem Hochbeet herauszuholen, sollten deshalb im ersten Jahr sogenannte Starkzehrer gepflanzt werden. Das sind Pflanzen, die besonders viele Nährstoffe brauchen. Im zweiten Jahr und in den folgenden Jahren können Mittelzehrer und Schwachzehrer gewählt werden, die mit dem geringer werdenden Nährstoffgehalt der Erde gut klarkommen.

Hochbeet bepflanzen mit Blumen

Wer sein Hochbeet nur mit Blumen bepflanzen möchte, kann theoretisch auf die Schichtarbeit verzichten und das gesamte Beet mit Blumenerde auffüllen. Dennoch profitieren auch Blumen von der nährstoffreichen Schichterde.

Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer
Chrysanthemen Löwenmäulchen Begonien
Sonnenblumen Dahlien Stiefmütterchen
Geranien Gloxinien Petunien
Tulpen Primeln

Hochbeet bepflanzen mit Kräutern

Kräuter sind nicht besonders nährstoffhungrig. Starkzehrer gibt es unter ihnen deshalb keine. So können Mittel- und Schwachzehrer von Beginn an ohne Bedenken im Hochbeet platziert werden und mit Gemüse gemischt werden.

Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer
- Petersilie Thymian
- Liebstöckel Rosmarin
- Dill Salbei
- Schnittlauch

Hochbeet bepflanzen mit Gemüse

Beim Bepflanzen des Hochbeets mit Gemüse ist vor allem auf eine gute Mischkultur zu achten. Verschiedene Pflanzen haben verschiedene Bedürfnisse und können sich so gegenseitig gut ergänzen. In Mischkulturtabellen ist aufgeführt, welche Sorten sich besonders gut vertragen. Generell gilt: Je mehr Pflanzen miteinander verwandt sind, desto weniger sind sie für eine Mischkultur geeignet.

Starkzehrer Mittelzehrer Schwachzehrer
Kartoffeln Karotten Bohnen
Tomaten Zwiebeln Erbsen
Kohl Salat Erdbeeren
Zuccini Radieschen Feldsalat

Hochbeet-Kalender: Was pflanze ich wann?

Gerade bei Gemüse kommt es auf den richtigen Zeitpunkt zum Pflanzen an, damit am Ende eine ertragreiche Ernte steht.

  • März: Radieschen, Rucola, Pflücksalat, Spinat, Rettich, Petersilie
  • April: Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Lauch
  • Mai: Vorgezogene Jungpflanzen wie Zucchini, Paprika und Chili
  • Juni/Juli: Brokkoli, Kohlrabi, Karotten
  • August: Radicchio, Endiviensalat
  • September/Oktober: Sellerie, Petersilie, Rucola
  • Dezember: Endiviensalat, Mangold, Spinat

Anleitung: Wie bepflanze ich ein Hochbeet?

Die Bepflanzung des Hochbeets ist ganz einfach, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Am einfachsten ist das Bepflanzen mit Blumen.

Sonnenblumen stehen in einem Hochbeet.

Schritt 1: Überblick verschaffen

Verschaffe dir einen Überblick über die Blumen, die dir zur Verfügung stehen und mache dir einen Plan – nur in deinem Kopf oder tatsächlich auf Papier. Überlege dir, wo du welche Blumen hinpflanzen möchtest. Große Blumen wie Sonnenblumen pflanzt du beispielsweise am besten in die Mitte des Beets, während kleine Blumen und Hängepflanzen sich gut am Rand machen. Damit dein Hochbeet immer in voller Pracht erstrahlt, achte darauf, dass die gepflanzten Blumen zeitgleich blühen.

Schritt 1: Überblick verschaffen

Sonnenblumen stehen in einem Hochbeet. Verschaffe dir einen Überblick über die Blumen, die dir zur Verfügung stehen und mache dir einen Plan – nur in deinem Kopf oder tatsächlich auf Papier. Überlege dir, wo du welche Blumen hinpflanzen möchtest. Große Blumen wie Sonnenblumen pflanzt du beispielsweise am besten in die Mitte des Beets, während kleine Blumen und Hängepflanzen sich gut am Rand machen. Damit dein Hochbeet immer in voller Pracht erstrahlt, achte darauf, dass die gepflanzten Blumen zeitgleich blühen.
Eine Pflanze wird in ein Hochbeet gepflanzt.

Schritt 2: Einpflanzen

Hast du dir überlegt, welche Blume wo wachsen soll, kannst du mit dem Einpflanzen beginnen. Wenn du Samen nimmst, lockerst du die Erde mit einem kleinen Rechen auf, verstreust das Saatgut auf dem Boden und drückst es leicht an. Die Erde musst du in der Folge immer feucht halten. Genaue Hinweise zum Einsäen findest du immer auf den jeweiligen Verpackungen. Wenn du gekaufte oder selbst vorgezogene Pflanzen einsetzen möchtest, mache mit der Hand oder einer Blumenkelle kleine Löcher in die Erde, setze die Pflanze hinein und schütte das Loch vorsichtig wieder zu.

Schritt 2: Einpflanzen

Eine Pflanze wird in ein Hochbeet gepflanzt. Hast du dir überlegt, welche Blume wo wachsen soll, kannst du mit dem Einpflanzen beginnen. Wenn du Samen nimmst, lockerst du die Erde mit einem kleinen Rechen auf, verstreust das Saatgut auf dem Boden und drückst es leicht an. Die Erde musst du in der Folge immer feucht halten. Genaue Hinweise zum Einsäen findest du immer auf den jeweiligen Verpackungen. Wenn du gekaufte oder selbst vorgezogene Pflanzen einsetzen möchtest, mache mit der Hand oder einer Blumenkelle kleine Löcher in die Erde, setze die Pflanze hinein und schütte das Loch vorsichtig wieder zu.

Fragen und Antworten

  • Wo sollte ein Hochbeet stehen?

    Ein Hochbeet kann sowohl an sonnigen Plätzen als auch im Schatten stehen. Die herrschenden Lichtverhältnisse beeinflussen die Bepflanzung: Wer Sonnenblumen in einer schattigen Umgebung pflanzt, wird nur wenig Freude an seinem Hochbeet haben. Die Wahl des Untergrunds spielt hingegen keine Rolle. Hochbeete sind somit ideal geeignet, um auch Ecken mit feuchten Stellen oder schweren Lehmböden erfolgreich zu bepflanzen.
  • Wie kann ich ein Hochbeet winterfest machen?

    Um das Hochbeet winterfest zu machen, müssen zunächst alle Pflanzen abgeerntet werden, die nicht frostfest sind. Dann wird die Erdschicht mit einer kleinen Gartenhacke aufgelockert und mit Heu bedeckt. Dachpappe oder dunkle Folie decken das Beet zum Schluss ab. Wer im Winter nicht aufs Gärtnern verzichten möchte, kann das Hochbeet mithilfe eines Folientunnels in eine Art Gewächshaus verwandeln. Hier können in der kalten Jahreszeit winterfeste Kulturen wie Lauch, Winterspinat oder Pastinaken gezogen werden.
  • Welche Erde ist für ein Hochbeet geeignet?

    Für ein reines Blumenhochbeet reicht gewöhnliche Blumenerde aus. Wenn jedoch Gemüse angebaut und geerntet werden soll, darf es ruhig etwas mehr sein. Der eigene Garten kann hier als Erdlieferant dienen. Wer nicht darauf zurückgreifen kann oder möchte, hat im Fachhandel eine große Auswahl an Erdsorten. Klassische Gartenerde, die mit einem organischen Dünger versehen ist, eignet sich genauso gut wie spezielle Hochbeet-Erde, die einige Anbieter im Sortiment haben.