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    Reifenwechsel einfach selbst gemacht: So geht‘s

    Ist kein Service für den Reifenwechsel in der Nähe, erledigst du den Job einfach selbst. Von Winter- auf Sommerreifen oder schnelle Pannenhilfe: Wir zeigen dir, wie du Autoreifen wechseln kannst.

    Frau benutzt einen roten Wagenheber, um ein weißes Auto anzuheben, mit einem Ersatzrad in der Nähe.

    Autoreifen wechseln: Das benötigst du

    Wohl niemand hat eine professionelle Reifenwechsel-Maschine zuhause. Dennoch solltest du checken, ob du professionelles KFZ-Werkzeug besitzt. Denn beim Reifenwechsel gibt es keine Fehlertoleranz, schließlich willst du sicher unterwegs sein. Neben dem Reifensatz benötigst du:

    • Radkreuz
    • Wagenheber
    • Drehmomentschlüssel
    • Drahtbürste zum Reinigen

    Extra-Tipp: Setze die Reifen beim Wechsel regelmäßig an neue Positionen – von hinten nach vorn, vorn nach hinten, diagonal. So sorgst du dafür, dass sie sich gleichmäßig abnutzen. Markiere einfach mit Kreide, wo sich der Reifen vorher befunden hat. Bei unterschiedlichen Profiltiefen gehören die größeren Tiefen immer auf die Hinterachse.

    Reifenwechsel: Anleitung in 3 Schritten

    Mit etwas Erfahrung gelingt der Reifenwechsel leicht. Aber auch dann solltest du immer die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs bereitlegen. Hier steht, wo du den Wagenheber sicher platzieren kannst, das Drehmoment für die Radschrauben, der korrekte Reifendruck usw. Dein Fahrzeug ist komplex, Sicherheit ist oberstes Gebot. Darum solltest du immer den Herstellerangaben folgen.


    Mit Geschick und Präzision geht der Wechsel schnell von der Hand. Traust du dir die Aufgabe aber nicht zu oder fehlt dir das richtige Werkzeug, beauftrage lieber einen Service für den Reifenwechsel in der Nähe.

    1. Neuer Winterreifen mit gelben, blauen und violetten Farblinien im Profil.
      Schritt 1: Vorbereitung

      Prüfe die neuen Reifen auf Beschädigungen und achte auf die Profiltiefe – mindestens 1,6 mm, bei Winterreifen mindestens 4 mm. Stelle dein Fahrzeug sicher auf. Ziehe die Handbremse an und lege den ersten Gang ein (Automatik auf Position P).

    2. Roter Hydraulikwagenheber und Frau unter einem Auto mit Arbeitsleuchte und Werkzeugen.
      Schritt 2: Reifen abmontieren

      Entferne die Radabdeckungen und lockere die Radbolzen kreuzweise mit dem Radkreuz. Mache nicht mehr als eine 1/4-Umdrehung. Setze den Wagenheber an und hebe das Auto so weit an, dass sich das Rad leicht bewegt. Drehe die Radbolzen heraus und ziehe das Rad ab.

    3. Winterreifen verpackt mit Hüllen, hydraulische Wagenheber und Auto-Ständer in einer Garage.
      Schritt 3: Reifen montieren

      Reifen auf Radnabe setzen, Felgenlöcher ausrichten und über Kreuz fixieren. Wagen ablassen, Schrauben per Drehmomentschlüssel festziehen. Luftdruck prüfen (Kompressor/Tankstelle). Direktes RDKS muss beim Reifenwechsel vom Profi neu angelernt werden.

    Profi-Tipp: Wenn du Reifen wechselst, kannst du auch gleich den Radkasten reinigen. Damit entfernst du Schmutz und Ablagerungen, die zu Rost führen können. Zusätzlich ist jetzt eine tolle Gelegenheit zum Bremsen reinigen. Nimm dafür einen speziellen Reiniger und entferne Rost mit einer Drahtbürste. Erkennst du Mängel oder große Abnutzung, sollte ein Profi hinzugezogen werden.

    Nach dem Wechsel: Reifen richtig einlagern

    Damit du dich beim nächsten Reifenwechsel weiterhin auf deine Winter- oder Sommerreifen verlassen kannst, lagere sie richtig ein. Damit verhinderst du Beschädigungen und Verschmutzungen. Das ist wichtig:

    1. Pumpe die Reifen auf etwa 0,5 bar über der Herstellervorgabe auf. So macht es nichts, wenn die Reifen während der Lagerung etwas Luft verlieren.
    2. Bewahre sie an einem trockenen, lichtgeschützten Ort auf. Achte etwa in der Garage darauf, dass sie keinen Frost abbekommen.
    3. Lagerst du die Reifen ohne Felgen, müssen diese stehen und alle paar Wochen gedreht werden. So behalten sie ihre Form. Alternativ kannst du sie stapeln – allerdings wegen des Drucks auf die unteren Reifen nur maximal vier Stück übereinander.
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