• Gefrierschränke

    Gefrierschränke und Tiefkühltruhen sind unverzichtbar, um frische Lebensmittel längerfristig einzulagern oder Essensreste sicher aufzubewahren. Ob kleine Gefriertruhe, praktische Gefrierbox oder großer Gefrierschrank mit Funktion zum Schnellgefrieren: Das passende Gerät findest du hier.

Vorteile eines Gefrierschranks

Ob Vorräte für die Großfamilie oder das Aufbewahren von Essensresten im Singlehaushalt: Ein Gefrierschrank gibt die Möglichkeit, das Kochen und Einkaufen enorm zu vereinfachen. Wer nicht einen Kühlschrank mit integriertem Gefrierbereich oder eine große Kühl-Gefrier-Kombination besitzt oder einfach mehr Platz braucht, kann mit einem Gefrierschrank den nötigen Raum schaffen, um Lebensmittel langfristig sowie sicher einlagern zu können. Und auch für Eiswürfel, die gerade im Sommer jedes Kaltgetränk aufwerten, ist in jedem Gefrierschrank Platz.

Welche Arten von Gefrierschränken gibt es?

Gefrierschränke gibt es in zahlreichen Variationen. Am bekanntesten sind Gefrierboxen, Gefriertruhen und die klassischen Gefrierschränke. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich vor allem in ihrer Bauart und haben verschiedene Vor- sowie Nachteile.

Gefrierbox

Gefrierboxen sind die kleinste Möglichkeit, um ein externes Tiefkühlgerät aufzustellen. Ihr Fassungsvermögen umfasst im Normalfall nicht mehr als 40 l. Die Maße der Boxen sind so kompakt, dass sie auch in großen Regalen oder auf der Anrichte in der Küche platziert werden können und so keine Stellfläche am Boden in Anspruch nehmen. Zum Einfrieren großer Vorräte oder Haushalte mit mehreren Personen sind die Boxen eher weniger geeignet.

Gefriertruhe

Wer mehr Gefriergut unterbringen möchte, kann auf eine Gefriertruhe zurückgreifen. Gefriertruhen sind sogenannte Toplader. Das heißt, ihre Tür geht nach oben und nicht zur Seite auf – wie bei einer Schatztruhe. Bei begrenzter Breite des Raumes, in dem das Tiefkühlgerät aufgestellt werden soll, ist ein solches Gerät daher eine gute Wahl. Das Innere der Truhe ist entweder in zwei Fächer aufgeteilt oder kann bei einem durchgehenden großen Fach mithilfe von speziellen Gittereinsätzen individuell unterteilt werden. Nachteil einer Gefriertruhe: Je nach Körpergröße und Tiefe der Truhe kann es anstrengend werden, ganz unten liegende Lebensmittel aus der Truhe zu holen. Gerade für Kinder oder ältere Menschen stellt ein Gefrierschrank die bequemere Variante dar.

Gefrierschrank

Tiefkühlschrank gefüllt mit LebensmittelnEin Gefrierschrank bietet viel Platz für Lebensmittel aller Art.

Tiefkühlschränke verfügen über klassische, seitlich montierte Türen und sind oftmals im Inneren mit transparenten Schubladen ausgestattet, die das Sortieren der Speisen sowie die Übersicht erleichtern. Allerdings wird entsprechend mehr Tiefe des Raumes benötigt, damit Türen und Schubfächer komplett geöffnet werden können. Ein weiterer Nachteil findet sich im Bereich der Energieeffizienz. Im Gegensatz zu Truhen verbrauchen Gefrierschränke circa 12 % an zusätzlicher Energie. Der Grund dafür: Beim Öffnen der Schranktür entweicht die kalte, schwere Luft sofort; das Innere muss also neu heruntergekühlt werden. Bei Truhen findet hingegen lediglich ein Luftaustausch an der Oberfläche statt.

Tiefkühlschrank gefüllt mit LebensmittelnEin Gefrierschrank bietet viel Platz für Lebensmittel aller Art.

Welche Eigenschaften sind beim Kauf zu beachten?

Neben der Bauweise sind auch Energieverbrauch, Nutzinhalt und Sonderfunktionen beim Kauf eines Gefrierschranks entscheidende Aspekte, die darüber entscheiden, welches Gerät das richtige für den eigenen Haushalt ist.

Energieverbrauch

Seit Juli 2012 müssen Neugeräte mindestens die Energieeffizienzklasse A+ aufweisen. Am besten sind Gefrierschränke mit dem Energielabel A+++, denn sie verbrauchen am wenigsten Strom. Im Vergleich zu einem Gerät mit der Energieeffizienzklasse A können mit einem besseren Gerät zwischen 20 % (A+) und 60 % (A+++) Energie eingespart werden. Ab 2020 werden die europäischen Energieeffizienzklassen neu aufgestellt und an die aktuellen Standards angepasst: Die Kennzeichnung A steht dann bei Neugeräten für die höchste Energieeffizienzklasse, die Bezeichnungen A+ bis A+++ werden abgeschafft.

Fassungsvermögen

Wie viele Liter der Gefrierschrank oder die Tiefkühltruhe fassen sollte, hängt vom persönlichen Bedarf ab. Wer gerne viel vorkocht oder eine große Menge an Vorräten anlegt, braucht als Einzelperson vielleicht ein größeres Gerät als eine vierköpfige Familie, bei der jeden Tag frisch gekocht oder viel auswärts gegessen wird. Die Tabelle zeigt Richtwerte auf, die bei der Wahl der richtigen Größe helfen können.

Wenig Gefriergut Durchschnittliche Menge Gefriergut Viel Gefriergut
1 Person 30 l 50 l 80 l
2 Personen 50 l 80 bis 100 l 150 l
3 bis 4 Personen 80 bis 100 l 150 bis 200 l Mehr als 200 l

Generell gilt: Je kleiner der Gefrierschrank, desto geringer der Energieverbrauch. Das Fassungsvermögen sollte also nicht größer sein als tatsächlich benötigt – auch wenn das große Modell ein Schnäppchen ist, werden auf Dauer die höheren Stromkosten den Preisvorteil zunichtemachen.

Supergefrierfunktion

Wer häufiger größere Mengen an Lebensmitteln einfrieren möchte, sollte beim Kauf des Gefrierschranks darauf achten, dass dieser über eine Supergefrierfunktion verfügt. Diese Funktion lässt sich bei Bedarf aktivieren und kühlt das Innere des Gefriergeräts um zusätzlich bis zu 11 °C herunter – also auf eine Tiefsttemperatur von -28 °C. Wenn nun beim Einräumen vieler Lebensmittel die Tür des Gefrierschranks länger offensteht und das Gefriergut droht, anzutauen, wirkt die Supergefrierfunktion diesem Risiko entgegen.

Was ist beim Betrieb des Gefrierschranks zu beachten?

Bereits beim Kauf sollte der spätere Betrieb des Gefrierschranks im Hinterkopf behalten werden. Praktische Zusatzfunktionen sowie ein durchdachtes Innenraumkonzept mit Auszügen und Körben können vor allem dabei helfen, Energie zu sparen.

Richtig abtauen

Dicke Eisschichten schmälern nicht nur das Fassungsvermögen, der Gefrierschrank verbraucht im vereisten Zustand auch mehr Energie. Regelmäßiges Abtauen ein- bis zweimal im Jahr ist deshalb Pflicht. Am einfachsten ist das Abtauen, wenn ein Teller mit heißem Wasser in den abgeschalteten und entleerten Gefrierschrank gestellt wird. Der Dampf hilft dabei, das Eis schneller schmelzen zu lassen. Das entstehende Tauwasser kann mit Tüchern und Lappen oder in einem Backblech beziehungsweise einer flachen Schüssel aufgefangen werden.

Nie mehr abtauen mit NoFrost-Funktion

Gefrierschränke mit NoFrost-Funktion sollen das Vereisen verhindern und somit das Abtauen überflüssig machen. Ein Lüfter im Inneren erzeugt einen kühlen Luftstrom, wodurch die für das Eis verantwortliche Luftfeuchtigkeit nach außen abgeleitet wird. Der Energieverbrauch steigt dabei um etwa 10 % im Vergleich zu einem Modell ohne Anti-Frost-Funktion.

Ideale Temperatur festlegen

Tiefkühlgeräte sollten durchgehend eine Temperatur von -18 °C aufweisen. Auf diesen Wert beziehen sich auch die Mindesthaltbarkeitsangaben von Tiefkühlkost. Liegt die Temperatur über diesem Wert, verringert sich die Mindesthaltbarkeit entsprechend.

Intelligent befüllen

Eine zu lange geöffnete Gefriertruhe verbraucht zusätzliche Energie, um das Aufwärmen der Luft zu vermeiden beziehungsweise um die warm gewordene Luft wieder herunterzukühlen. Daher sollte beim Einräumen darauf geachtet werden, dass häufig genutzte Lebensmittel zuoberst oder gut sichtbar eingeräumt werden. Dinge, die seltener gebraucht werden, können weiter unten oder hinten platziert werden. Generell sollte leerer Raum vermieden werden, damit der Betrieb des Gefrierschranks so energiesparend wie möglich ist.