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    Sträucher

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    Sträucher: Blickdichter Sichtschutz und blühende Gartenstrukturen

    Sträucher sind ausdauernde, verholzende Gewächse, die sich im Gegensatz zu Bäumen direkt ab dem Boden verzweigen und ohne zentralen Stamm Wuchshöhen zwischen einem und fünf Metern erreichen. Sie dienen als blickdichter Windschutz, strukturieren Grundstücksgrenzen und bieten Vögeln sowie Insekten lebenswichtige Nistplätze und Nahrungsquellen. Als strukturgebende Basiselemente für Dein Gartenprojekt im Bereich Baumarkt & Garten runden sie unser Sortiment für Blumen, Pflanzen & Pflanzenzubehör auf der mittleren Wuchshöhe funktional ab.

    Die Rasenfläche ist gemäht, die Terrasse gereinigt. Doch das Grundstück wirkt flach und bietet keinen Schutz vor neugierigen Blicken der Nachbarn. Hand aufs Herz: Ein karger Holzzaun ist funktional, aber wenig einladend. Hier kommen Sträucher als lebendige Grenze ins Spiel. Ruckzuck wächst eine grüne Hecke heran, die den Umgebungslärm messbar schluckt und den Wind abfängt. Der Garten erhält sofort räumliche Tiefe und ein geschütztes Mikroklima.


    Welcher Strauch erfüllt welche Funktion im Garten?

    Die Wahl des richtigen Strauchs hängt vom primären Einsatzzweck (Sichtschutz vs. Zierde) und dem Laubverhalten ab. Die folgende technische Einteilung hilft Dir bei der gezielten Pflanzplanung:

    Strauch-Typ

    Laubverhalten

    Wuchseigenschaften

    Anwendungsbereich

    Heckensträucher

    Oft immergrün (z. B. Kirschlorbeer) oder wintergrün

    Dicht verzweigt, sehr schnittverträglich

    Grundstücksgrenzen, Lärm- und Windschutz. Bieten ganzjährige Privatsphäre.

    Zier- und Blühsträucher

    Sommergrün (laubabwerfend)

    Ausladend, auffällige Blütenstände (z. B. Forsythie, Flieder)

    Solitärpflanzung im Beet. Setzen optische Highlights und dienen als wichtige Insektenweide.

    Beerensträucher

    Sommergrün

    Blütenbildung im Frühjahr, Fruchtreife im Sommer

    Nutzgarten und Naschhecken (z. B. Johannisbeeren, Himbeeren). Erfordern meist durchlässige Böden.

    Wie kombiniere ich verschiedene Gewächse?

    Sträucher sind die ideale Mittelstücke für eine gestaffelte Beetplanung (die sogenannte "Höhenstaffelung"). Im Hintergrund positionierst Du hochwachsende, baumartige Gehölze, die das Grundstück vertikal begrenzen. Davor pflanzt Du buschige Ziersträucher. Um angrenzende Mauern oder Zäune platzsparend in die Begrünung einzubeziehen, nutzt Du Kletterpflanzen, die sich vertikal ihren Weg suchen.


    Den Raum direkt vor den Sträuchern füllst Du mit krautig wachsenden Stauden, die nach dem Winter oberirdisch neu austreiben. Für den kulinarischen Mehrwert lassen sich Beerensträucher hervorragend mit bodennahen Obst- & Gemüsepflanzen kombinieren. Wenn Du in sonnigen Randbereichen noch trockenheitsresistente Kräuter ergänzt, schaffst Du ein biologisch stabiles, insektenfreundliches Ökosystem auf mehreren Ebenen.


    Wie pflanze und pflege ich Sträucher richtig?

    Der Erfolg Deiner Hecke beginnt beim korrekten Einsetzen. Das Pflanzloch muss exakt den doppelten Durchmesser des Wurzelballens aufweisen. Lockere den Boden tiefgründig mit einer Grabegabel auf. Das verhindert tödliche Staunässe.

    • Pflanzabstand: Halte bei geschlossenen Heckenpflanzungen je nach Art einen Abstand von 40 bis 80 Zentimetern zwischen den Haupttrieben ein. Bei Solitärsträuchern kalkulierst Du die halbe zu erwartende Wuchsbreite als festen Abstand zu Hauswänden oder Zäunen.
    • Wurzelvorbereitung: Tauche den Wurzelballen von Containerware vor dem Einpflanzen so lange in einen Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
    • Rückschnitt: Der Erhaltungsschnitt fördert die Verzweigung. Frühjahrsblüher (wie die Forsythie) schneidest Du direkt nach der Blüte. Sommerblüher (wie den Schmetterlingsflieder) schneidest Du im späten Winter (Februar), bevor der neue Austrieb startet. Kurze Sätze. Fakten zählen.

    Containerware (Pflanzen im Topf) kann technisch gesehen ganzjährig gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Die idealen Phasen für ein schnelles Anwurzeln sind jedoch der frühe Herbst (September bis November) und das zeitige Frühjahr. Wurzelnackte Sträucher dürfen ausschließlich in der blattlosen Ruhephase zwischen Ende Oktober und März gepflanzt werden.

    Die häufigste Ursache ist ein falscher Schnittzeitpunkt. Werden Frühjahrsblüher im Winter stark zurückgeschnitten, entfernt man die bereits im Vorjahr angelegten Blütenknospen. Weitere Gründe können Nährstoffmangel, Trockenstress im Vorjahr oder ein zu schattiger Standort sein.

    In den ersten ein bis zwei Jahren nach der Pflanzung müssen Sträucher bei trockener Witterung tiefgründig gewässert werden. Gieße nicht täglich ein bisschen, sondern lieber seltener (1- bis 2-mal pro Woche), dafür aber durchdringend mit 20 bis 40 Litern Wasser pro Pflanze. Das zwingt die Wurzeln, in feuchtere, tiefe Erdschichten vorzudringen.