• Kindermatratzen & Babymatratzen

    Erholsamer Schlaf ist wichtig für eine gesunde Entwicklung – und das vom ersten Tag an. Die richtige Babymatratze oder Kindermatratze kann daher einen großen Unterschied machen. Was bei der Auswahl der Matratze zu beachten ist und wie das passende Modell gefunden werden kann, das Eltern und Kind eine ruhige, angenehme Nacht beschert, erfährst du hier.

Gründe für Babymatratzen und Kindermatratzen

Die Körper von Kindern und Babys haben ganz andere Bedürfnisse als die von Erwachsenen. Deshalb ist es auch sinnvoll, spezielle Kinder- und Babymatratzen für das Kinderbett oder das Babybett zu kaufen. So sind beispielsweise Matratzen mit verschiedenen Liegezonen für Babys und Kleinkinder ungeeignet: Die Wirbelsäule ist am Anfang noch gerade und hat nicht die typische S-Form, die bei Erwachsenen zu finden ist. Daher muss sie gleichmäßig gestützt werden. Kindermatratzen und Babymatratzen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Größe und ihres Härtegrads. Es gibt auch Kombimatratzen, die auf einer Seite auf die Bedürfnisse von Babys abgestimmt sind; werden sie jedoch gewendet, sind sie ideal für Kleinkinder geeignet.

Wichtige Eigenschaften von Baby- und Kindermatratzen

Beim Kauf einer Matratze für Babys oder Kinder sind einige Aspekte zu beachten, damit die Kleinen sicher und gut schlafen können.

Größe

Die Größe der Kindermatratze sollte natürlich auf die Größe des Kinderbetts abgestimmt sein. Gibt es eine Lücke zwischen Matratze und Bettrahmen, kann es zu Verletzungen kommen. Baby- und Kindermatratzen sind vor allem in drei Größen erhältlich: 60x120 cm, 70x140 cm, 90x190 und 90x200 cm, wobei letztere problemlos auch für Jugendliche und bis ins Erwachsenenalter genutzt werden können. Als Richtlinie für den Kauf der passenden Matratzen sollte darauf geachtet werden, dass das Kind an Kopf- und Fußende mindestens 10 cm Platz haben sollte.

Matratzenkern

Beim Material des Kerns der Kindermatratze stehen zahlreiche Varianten zur Verfügung. Ein pauschales Richtig oder Falsch gibt es hier nicht, da jedes Material seine Vor- und Nachteile hat. Lediglich auf Federkernmatratzen sollte bei Babys und Kleinkindern verzichtet werden: Sie nehmen Flüssigkeiten sehr schnell auf, was die Reinigung erschwert. Zudem führt der Metallanteil in der Matratze dazu, dass der Körper das Bett nicht so leicht anwärmen kann. Gute Alternativen sind daher Matratzen aus Kalt- oder Komfortschaum, Latex oder Kokosfasern.

Material Vorteile Nachteile
Kaltschaum
  • Hygienisch

  • Feuchtigkeitsabweisend

  • Luftdurchlässig

  • Günstig

  • Kann schnell zum Schwitzen führen

Kokos
  • Natürliches Material/Naturfaser

  • Gut für Allergiker

  • Feuchtigkeitsregulierend

  • Regelmäßiges Auslüften nötig

Komfortschaum
  • Luftdurchlässig

  • Feuchtigkeitsregulierend

  • Für Babys eventuell zu weich

Latex
  • Hygienisch und leicht zu reinigen

  • Feuchtigkeitsabweisend

  • Luftdurchlässig

  • Gut bei Hausstauballergie

  • Für Babys manchmal zu weich

Matratzenbezug

Kind liegt auf einer Kindermatratze mit BezugEin weicher Bezug sorgt für ein gutes Gefühl.

Nicht nur für Erwachsene sind hochwertige Matratzenbezüge unverzichtbar, um den Schlafkomfort im eigenen Bett hoch zu halten. Gerade bei Kindern und Babys ist es besonders praktisch, wenn die Matratze über einen abnehmbaren und waschbaren Bezug verfügt. So können Flecken, Urin, Milch oder andere Missgeschicke schnell und einfach entfernt werden, ohne dass gleich die ganze Matratze gereinigt werden muss. Außerdem erhöht ein guter Matratzenbezug den Schlafkomfort, da er ein angenehmes Schlafklima unterstützt. Empfehlenswert sind hier gesteppte oder vliesartige Bezüge aus Baumwolle oder Baumwoll-Polyester-Gemisch. Sie sind atmungsaktiv, hautverträglich und lassen sich bei bis zu 60 °C in der Maschine waschen.

Härtegrad

Anders als bei Matratzen für Erwachsene gibt es bei Babymatratzen und Kindermatratzen keine offiziellen Angaben des Härtegrads. Es gilt, eine gute Balance hinsichtlich der Härte zu finden. Einerseits sollte die Matratze weich genug sein, damit das Kind gerne darauf liegt und sich wohlfühlt. Andererseits ist eine gewisse Härte wichtig, sodass die Wirbelsäule ideal gestützt wird. Als Faustregel gilt: Das Baby sollte nicht weiter als 3 cm in die Matratze einsinken.

Drei Tipps für den Kauf einer Kinder- oder Babymatratze

Infografik zur Sicherheitstrittkante bei KindermatratzenDie Trittkante schützt Kleinkinder vor Unfällen im Kinderbett.
  • Tipp 1: Auf eine Trittkante achten
    Auch wenn bei Kindermatratzen auf verschiedene Zonen verzichtet wird, ist bei guten Modellen doch eine Art der Aufteilung zu erkennen: Eine stabile Sicherheitskante, die die Matratze umrundet, sorgt dafür, dass die Matratze nicht einsackt, wenn das Kind erste Stehversuche am Bettgitter unternimmt oder selbstständig darauf steht. So lassen sich Unfälle vermeiden und die kleinen Kinderfüße können nicht versehentlich zwischen Matratze und Bettrahmen eingeklemmt werden.

  • Tipp 2: Schadstofffreiheit prüfen
    Damit es nicht zu allergischen Reaktionen oder anderen unangenehmen Überraschungen kommt, sollte die Matratze frei von Schadstoffen sein. Ein guter Indikator dafür ist das OEKO-TEX -Siegel. Auch Ökotest und Stiftung Warentest prüfen regelmäßig Kinder- und Babymatratzen auf Qualität und Schadstofffreiheit.

  • Tipp 3: Pflegehinweise beachten
    Bei manchen Matratzen ist nicht nur der Bezug waschbar, sondern die ganze Matratze. Das ist zum Beispiel normalerweise bei Kokos- und Schaumstoffmatratzen der Fall, die einfach in der Wanne ausgespült werden können. Flecken aus Kaltschaummatratzen und Latexmatratzen können mit Wasser und Seife entfernt werden.

Das richtige Schlafklima

Beim Schlafklima geht es darum, dass das Kind weder friert noch schwitzt im Schlaf. Hier spielt auch die richtige Belüftung eine Rolle. Empfehlenswert ist hier immer der Einsatz eines Lattenrosts, sodass die Matratze immer gut belüftet wird, die Ansammlung von Feuchtigkeit vermieden wird und sich kein Schimmel bilden kann. Ein weiterer Faktor, der in diesem Zusammenhang beachtet werden sollte, sind Lüftungsbohrungen im Matratzenkern, die eine optimale Luftzirkulation sicherstellen.

Fragen & Antworten

    Wie oft sollte ich eine Kindermatratze wechseln?
    Die Matratze sollte immer dann gewechselt werden, wenn
    • sie nicht mehr gut riecht oder sich nicht mehr richtig reinigen lassen,
    • das Kind zu groß oder zu schwer geworden ist,
    • ein neues Baby erwartet wird.

    Warum sind Kindermatratzen eher hart?

    Eine weiche Kinder- oder Babymatratze birgt die Gefahr, dass gerade Säuglinge in Bauchlage darin einsinken können, was die Atmung erschwert und den CO2-Anteil in der Atemluft erhöht. In den schlimmsten Fällen steigt dadurch das Risiko des plötzlichen Kindstods.

    Wann sollten Babymatratzen umgedreht werden?

    Wenn es sich nicht um eine Baby-und-Kleinkind-Kombimatratze mit zwei verschiedenen Seiten handelt, sollte die Matratze ungefähr alle drei Monate gewendet werden, damit sie gleichmäßig durchgelegen wird.

    Warum sollte ich keine gebrauchten Babymatratzen nutzen?

    Babymatratzen weisen eine vergleichsweise geringe Haltbarkeit auf. Eine durchgelegene Matratze, die den kleinen Körper nicht richtig stützen kann, oder eine unhygienische Matratze mit vielen Flecken und damit vermutlich auch Bakterien sollte ihren Weg auf keinen Fall in das Babybett finden.