• Waschbeckenunterschränke

    Neben Badezimmerregalen sind vor allem Waschtischunterschränke eine beliebte Möglichkeit, wenn Stauraum im Bad geschaffen werden soll. Verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen sowie mit und ohne Waschbecken sorgen dafür, dass in jedem Badezimmer alles verstaut werden kann.

Vorteile eines Waschbeckenunterschranks

Gerade im Badezimmer wird oftmals viel Stauraum benötigt. Ob Hygieneartikel, Pflegeprodukte, kleine Geräte wie Fön und Rasierer oder Handtücher und Reinigungsmittel – alles braucht seinen Platz. Wenn keine Fläche für einen Hochschrank oder Regale vorhanden ist, kann ein Waschbeckenunterschrank genau diesen Platz bieten. Sein Vorteil: Da er direkt unterhalb des Waschbeckens platziert wird, nimmt der Waschtischunterschrank keine zusätzliche Fläche in Anspruch. Ein Waschbeckenunterschrank passt demnach in so gut wie jedes Bad.

Unterschiede der verschiedenen Modelle

Waschbeckenunterschränke gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Deshalb sollte vor der Suche nach einem Schrank überlegt werden, welche Modelle infrage kommen, damit die Auswahl eingegrenzt werden kann und die Entscheidung leichter fällt.

Mit versus ohne Waschbecken

Waschbeckenunterschränke gibt es sowohl mit integriertem Waschbecken (auch Waschtisch genannt) als auch ohne.

  • Die Variante mit Waschbecken ist nur dann sinnvoll, wenn das Bad komplett neu eingerichtet wird. Das bestehende Waschbecken abzumontieren, um den neuen Waschtisch anbringen zu können, ist oft umständlich, da die Anschlüsse nicht immer passen.

  • Wer sein Bad in einer Mietwohnung mit einem Waschbeckenunterschrank ergänzen möchte, ist daher mit der Variante ohne integriertes Waschbecken gut bedient. Hier befindet sich auf der Oberseite des Schranks eine Aussparung, in der das Abflussrohr Platz findet.

Stehende versus hängende Montage

Bei Waschbeckenunterschränken wird hauptsächlich zwischen stehender und hängender beziehungsweise schwebender Montage unterschieden. Bei einer stehenden Montage wird der Unterschrank auf die angebrachten Füße, Rollen oder Beine gestellt. Je nach Höhe kann es hier allerdings schwierig sein, unterhalb des Schranks zu putzen. Ein hängender Waschtischunterschrank wird direkt an der Wand montiert, sodass der Boden frei bleibt und Pfützen sowie andere Flecken einfach beseitigt werden können.

Schubladen versus Türen

Waschbeckenunterschrank mit geöffneten SchubladenIn den Schubladen des Waschbeckenunterschranks kann leicht Ordnung gehalten werden.

Waschbeckenunterschränke gibt es mit Türen oder Schubladen, einige größere Modelle vereinen auch beide Möglichkeiten in sich. Welche Variante die richtige ist, hängt von der Art des gewünschten Stauraums ab: Wer viele kleine Badutensilien lagern möchte, ist mit Schubladen, die eventuell mit zusätzlichen Einlegern weiter aufgeteilt werden können, gut beraten. Um Putzmittel oder Toilettenpapier zu verstauen, sind die meisten Schubfächer zu niedrig oder nicht tief genug. Hier bietet ein Waschbeckenunterschrank mit Türen und entsprechend höheren Fächern ausreichend Platz, damit auch größere Utensilien problemlos untergebracht werden können. Für zusätzliche Ordnung können Aufbewahrungsboxen, Kisten und Körbe sorgen.

Materialien für Waschbeckenunterschränke

Das Hauptmaterial für Waschbeckenunterschränke ist Holz. Sowohl Massivholz als auch Holzwerkstoffe wie Spanplatten kommen für den Bau zum Einsatz. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Oberflächen für die feuchte Umgebung ausgelegt sind: Waschbeckenunterschränke sollten deshalb immer lackiert oder ähnlich behandelt sein, damit das Holz geschützt ist und zudem Seifenreste sowie Wasserflecken mit einem feuchten Lappen ganz leicht entfernt werden können. Grundsätzlich sind harte Hölzer wie Teakholz, Akazie oder Nussbaum besser geeignet als weiche, da sie weniger empfindlich gegenüber Nässe sind. Glasfronten an Türen und Schubladen bilden eine schicke Ergänzung und können den Look des Unterschranks aufwerten.

Die richtige Größe finden

Weißer WaschbeckenunterschrankIst ausreichend Platz zwischen Waschbeckenunterschrank und Becken, kann die Oberfläche als zusätzliche Stellfläche genutzt werden.

Um die richtige Größe des Waschbeckenunterschranks zu ermitteln, sollte zunächst die Höhe des Waschbeckens gemessen werden – denn schließlich kann der Schrank maximal bis zur Unterkante des Beckens reichen. Wer sich für einen Waschtisch mit integriertem Waschbecken entscheidet, muss die Höhe und Breite der Wasseranschlüsse kennen, um das passende Modell auswählen zu können. Die meisten Waschbeckenunterschränke haben eine Höhe sowie Breite von 60 cm und eine Tiefe von 30 cm, da sich diese Maße für das Durchschnittsbadezimmer am besten eignen. Wer ein besonders kleines Bad hat, sollte darauf achten, dass es sich um ein schmaleres Modell mit beispielsweise 40 cm Breite handelt.

Verschiedene Stile im Vergleich

Ein Waschbeckenunterschrank bietet nicht nur Stauraum, er prägt auch das Gesamtbild des Badezimmers. Ob als harmonischer Bestandteil der Badeinrichtung oder als Hingucker aufgrund des Stilbruchs: Bei der großen Auswahl an verschiedenen Designs ist für jeden Geschmack etwas dabei.

  • Modern: Modernes Möbeldesign zeichnet sich durch schnörkellose Gestaltung und klare Linien aus. Ein moderner Waschbeckenunterschrank ist in Weiß oder Grau gehalten. Der Look wird durch kühle Elemente wie Metallgriffe oder eine Glasablage abgerundet.

  • Shabby: Der Shabby Chic macht auch vor dem Badezimmer nicht Halt: Wer einen Waschbeckenunterschrank im angesagten Used-Look haben möchte, sollte allerdings darauf achten, dass bei den für diesen Stil charakteristischen nicht perfekten Lackierungen keine Feuchtigkeit in den Waschtischunterschrank eindringen kann. Statt eines „echten“ gebrauchten Schranks ist daher auf Shabby getrimmte Neuware zu bevorzugen, die auf die Gegebenheiten im Badezimmer abgestimmt ist.

  • Vintage: Der Vintagestil vereint viele verschiedene Designs in sich. So ist ein Kunststoffschrank in Grün, der an die 80er-Jahre erinnert, genauso Vintage wie ein grob gearbeitetes Holzmodell oder ein Unterschrank mit Kassettentüren. Wie auch beim Shabby Chic gibt es viele neue Modelle, die an den Stil vergangener Zeiten angepasst sind und somit moderne Materialen mit einem Hauch Retro vereinen.

  • Landhaus: Ein Badezimmer im Landhaus-Stil wird durch einen Waschbeckenunterschrank aus Massivholz perfekt ergänzt. Besonders Kiefer wirkt sehr natürlich, aber auch weiße Modelle mit dekorativen Fräsungen und Drechselarbeiten fügen sich gut in das Gesamtbild ein.

Hinweise für die sichere Montage

Waschbeckenunterschränke müssen für gewöhnlich nach dem Kauf noch montiert werden. Wer sich für einen stehenden Unterschrank ohne Waschbecken entscheidet, hat es dabei am einfachsten. Bei einer nachträglichen Montage eines Waschtischs oder dem Anbringen eines hängenden Waschbeckenschranks sind einige Dinge zu beachten, damit das Möbelstück nicht zur Gefahr wird.

  • Waschtisch nachträglich montieren: Bei der nachträglichen Montage eines Waschtischunterschranks, also eines Schranks mit integriertem Becken, ist Genauigkeit das Wichtigste. Die Höhe des Waschtischs hängt natürlich einerseits von den vorhandenen Anschlüssen ab, andererseits von der eigenen Größe. Als Faustregel gilt: halbe Körpergröße = ideale Waschtischhöhe. Denn wer sich schon die Arbeit macht, kann die neuen Badmöbel auch direkt perfekt auf die individuelle Nutzung anpassen.
    Die Reihenfolge bei der Montage lautet im Idealfall:

    1. Schrank montieren
    2. Waschbecken anbringen
    3. Armatur und Siphon anschließen

     

  • Waschbeckenunterschrank hängend montieren: Bei der hängenden Montage eines Waschbeckenunterschranks sollte auf jeden Fall ein Bohrer mit den passenden Aufsätzen vorhanden sein. Wird der Schrank an einer Wand mit Fliesen montiert, sollte am besten nur in den Fugen gebohrt werden, damit die Fliesen keinen Schaden davontragen oder im schlimmsten Fall zerspringen. Lässt sich dies jedoch nicht vermeiden, verringert Klebeband am Bohrpunkt die Gefahr des Zerspringens. Zudem sollte vor dem Bohren unbedingt die Wand geprüft werden, damit nicht versehentlich Wasser- oder Stromleitungen angebohrt werden.

Drei Tipps vor dem Kauf

  • Tipp 1: Tägliche Nutzung bedenken
    Wer seinen Waschbeckenunterschrank häufig bewegen möchte, um beispielsweise darunter zu wischen, sollte sich für ein Modell mit Rollen entscheiden. Generell sollte bei der Wahl des Schranks das eigene Nutzungsverhalten bedacht werden, damit das perfekte Möbelstück gefunden werden kann. Für eine Familie mit kleinen Kindern bietet sich ein abschließbarer Schrank an, in dem Putzmittel sicher verwahrt werden können.

  • Tipp 2: Türen und Schubfächer berücksichtigen
    Beim Ausmessen des Badezimmers sowie der Ermittlung der richtigen Größe des Waschbeckenunterschranks muss berücksichtigt werden, dass Türen und Schubladen im geöffneten Zustand ebenfalls Platz benötigen. Gerade in sehr schmalen Badezimmern kann das einen großen Unterschied machen.

  • Tipp 3: Mit Vermieter sprechen
    Wer ein bestehendes Waschbecken abbauen und einen neuen Waschtisch in sein Bad stellen möchte, sollte das mit seinem Vermieter besprechen. Erst mit seiner ausdrücklichen Genehmigung ist man mit einer solch baulichen Veränderungen auf der sicheren Seite.