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Hausgemacher Apfelsaft: Welche Methoden gibt es zum Entsaften?

Apfelsaft ist einer der beliebtesten Fruchtsäfte der Deutschen. Natürlich schmeckt selbst gemachter Apfelsaft aus frischen Äpfeln noch viel besser, als der aus dem Supermarkt und ist je nach Herstellungsweise auch äußerst vitaminreich. Besonders zur Verwertung von Fallobst aus dem eigenen Garten bietet es sich an, Apfelsaft ganz einfach selbst herzustellen. Da Äpfel zu etwa 85 Prozent aus Wasser bestehen, ist die Saftausbeute zudem im Vergleich zu anderen Früchten besonders hoch. Aus zwei Kilogramm Äpfeln erhältst du ungefähr einen Liter Apfelsaft.


Ein weiterer Vorteil von selbst gemachtem Apfelsaft besteht darin, dass du ihn geschmacklich ganz an deine Vorlieben anpassen kannst, indem du deine liebsten Apfelsorten verwendest und bei der Herstellung beispielsweise etwas Zucker oder Zitronensaft hinzugibst. Im folgenden Artikel erklären wir, wie du beim Entsaften der Äpfel am besten vorgehst und was es zu beachten gilt.

Wie entsafte ich Äpfel?

Zum Entsaften von Äpfeln stehen dir verschiedene Methoden zur Verfügung, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Generell besteht die Möglichkeit, Äpfel traditionell im Kochtopf, mit einem Dampf- oder Zentrifugalentsafter oder mit einer Obstpresse zu entsaften.

Ohne Entsafter

Auch wenn gerade kein Entsafter und keine Saftpresse zur Hand sind, ist es durchaus möglich, Apfelsaft herzustellen. Alles, was du dafür benötigst, ist ein großer Topf mit Deckel, ein feines Sieb, ein Baumwolltuch, eine Schüssel und Flaschen zum Abfüllen des fertigen Apfelsafts. Zunächst solltest du die Äpfel gründlich mit Wasser waschen und von faulen Stellen oder Wurmlöchern befreien. Die Schale und das Kerngehäuse musst du nicht entfernen. Schneide die Äpfel in kleine Stücke. Je kleiner die Stücke, desto größer die Saftausbeute. Gib die Äpfel nun in den Topf und bedecke sie gerade mit so viel Wasser, dass sie nicht anbrennen. Jetzt verschließt du den Topf mit dem Deckel und lässt die Äpfel circa 20 Minuten kochen. Das entstandene Apfelmus lässt du anschließend durch das mit dem Baumwolltuch ausgelegte Sieb in einen Auffangbehälter laufen.


Ein Nachteil der Topfentsaftung besteht darin, dass der Saft nicht ganz pur, sondern mit etwas Wasser verdünnt ist. Außerdem lässt sich der so gewonnene Saft nur einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Um den Apfelsaft länger haltbar zu machen, kannst du ihn noch einmal aufkochen und in saubere, luftdicht verschlossene Flaschen abfüllen. Durch diese Konservierung des Saftes gehen allerdings Vitamine und Aromastoffe verloren.

Mit dem Dampfentsafter

Ein klassischer Dampfentsafter besteht aus drei übereinandergestapelten Töpfen, einem Deckel, einem Fruchtkorb und einem Ablaufschlauch. Manche Dampfentsafter werden auf den Herd gestellt, andere werden elektrisch mittels einer integrierten Heizspirale erhitzt. Der große Vorteil von Dampfentsaftern liegt darin, dass durch den Wasserdampf Keime und Bakterien abgetötet werden und der Saft besonders lange haltbar ist. Zudem entzieht ein Dampfentsafter den Früchten besonders viel Saft. Durch das Erhitzen gehen jedoch einige Vitamine und Nährstoffe verloren.


Zum Dampfentsaften von Äpfeln solltest du die Früchte zunächst waschen und in grobe Stücke schneiden. Wie auch beim Entsaften im Kochtopf müssen Schalen und Kerngehäuse nicht entfernt werden. Den untersten Topf befüllst du nun mit Wasser, die Äpfel kommen nach oben in den Fruchtkorb. Schalte nun je nach Modell das Gerät oder den Herd an. Der nach oben steigende Wasserdampf bricht die Zellwände der Äpfel auf, sodass der Saft austritt und durch das Sieb im Fruchtkorb in den mittleren Behälter fließt. Nach etwa einer Stunde kannst du den fertigen Apfelsaft mithilfe des Schlauchs direkt in Flaschen abfüllen.

Mit der Obstpresse

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Mit einer Obstpresse kannst du Äpfel entsaften, ohne sie zu erhitzen. Die kalte Entsaftung hat den Vorteil, dass alle Vitamine erhalten bleiben und der Saft einen besonders frischen Geschmack erhält. Es gibt Fruchtpressen in unterschiedlichen Größen und Materialien.


Vor dem Pressen müssen die Äpfel gewaschen und möglichst stark zerkleinert werden. Am einfachsten gelingt dies mit einer Küchenmaschine, einer Obstmühle oder einem Obsthäcksler. Die entstandene Maische wird in ein Baumwolltuch eingeschlagen und in die Obstpresse gelegt. Je nach Modell der Presse werden die Früchte nun entweder mechanisch mit einer Spindel oder elektrisch so stark zusammengepresst, dass der Saft entweicht und über einen Auslass in einen Auffangbehälter läuft. Der fertige Saft kann einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Mit dem Zentrifugalentsafter

Eine weitere Möglichkeit zur Kaltentsaftung von Äpfeln stellt die Verwendung eines Zentrifugalentsafters dar. Im Gegensatz zur Obstpresse müssen die Äpfel im Vorfeld nicht so stark zerkleinert werden, denn das Gerät verfügt über eine integrierte Reibescheibe zum Zerreiben der Früchte. Diese befindet sich in einem Siebkorb, der sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15000 Umdrehungen um sich selbst dreht. Die Zentrifugalkraft sorgt dabei dafür, dass der Saft aus den Apfelstücken geschleudert wird und durch einen Ausguss abfließt, während der Trester in einen anderen Behälter geleitet wird.


Mit einem Zentrifugalentsafter lassen sich große Mengen von Äpfeln schnell entsaften. Allerdings entsteht bei dieser Art der Kaltentsaftung durch die hohe Umdrehungszahl Hitze und es gelangt Sauerstoff in den Saft, was zu Qualitätseinbußen im Hinblick auf Nährstoffgehalt, Geschmack und Haltbarkeit führt.

Apfelmus oder Kompost aus Apfelresten

Bei der Herstellung von frischem Apfelsaft stellt sich unweigerlich die Frage: Wohin mit den Apfelresten? Der beim Entsaften übriggebliebene Trester ist viel zu schade für den Mülleimer, denn er enthält noch viele wertvolle Vitamine sowie Ballaststoffe und kann einfach zu leckerem Apfelmus verarbeitet werden. Hierzu kannst du die fein zerkleinerten Apfelreste einfach mit einem Schuss deines fertigen Apfelsaftes, ein wenig Zitronensaft sowie Zucker verrühren und einkochen. Alternativ kann der Trester auch im eigenen Garten kompostiert werden.

Was muss man beim Entsaften von Äpfeln beachten?

Besonders wichtig bei der Herstellung von Apfelsaft ist die Auswahl des Obstes, denn natürlich beeinflusst die gewählte Sorte den Geschmack des fertigen Safts. In jedem Fall solltest du darauf achten, dass du niemals faules oder schimmeliges Obst verwendest und dass du die Äpfel vor dem Entsaften gründlich wäschst. Außerdem solltest du – wenn möglich – immer ungespritzte Bioäpfel verwenden, da diese bedenkenlos mit der Schale, die viele gute Nährstoffe enthält, entsaftet werden können. Je nachdem, wie du beim Entsaften verfährst, ist der Nährstoffgehalt deines Apfelsafts sehr unterschiedlich. Besonders gesund ist der Saft, wenn er kalt gepresst und sofort getrunken wird.

Haltbarkeit des Apfelsaftes

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Frischer Apfelsaft, der im Kühlschrank gelagert wird, lässt sich ungefähr drei Tage lang aufbewahren. Wenn du größere Mengen von Apfelsaft hergestellt hast, gibt es jedoch verschiedene Methoden, die Haltbarkeit zu verlängern. Beispielsweise kannst du deinen Apfelsaft portionsweise einfrieren. So bleibt ein Großteil der Nährstoffe erhalten und der Saft kann bis zu einem Jahr lang aufbewahrt werden. Eine weitere Möglichkeit, den Saft zu konservieren, stellt das Pasteurisieren dar. Hierzu wird der Saft in offenen Glasflaschen im Wasserbad auf 78 bis maximal 80 Grad erhitzt, um die Bakterien und Hefepilze, die für die Schimmelbildung verantwortlich sind, abzutöten. Anschließend werden die Flaschen luftdicht verschlossen. Alternativ kann der Apfelsaft auch in einem Topf erhitzt und im Anschluss in sterilisierte Glasflaschen umgefüllt werden.