Kühlschrank oder nicht? So bleibt Brot lange frisch.

In den wenigsten Haushalten wird ein frisch gekauftes Brot direkt am selben Tag komplett aufgegessen. Es stellt sich also die Frage, wie und wo die Backwaren am besten aufbewahrt werden sollten, damit sie lange frisch und lecker bleiben. Oftmals wird bei der Lagerung von Brot auf den Kühlschrank zurückgegriffen. Doch das ist nicht unbedingt eine gute Idee – und zum Glück gibt es einfache Alternativen, die die Brotreste retten können.

Kühlschrank oder nicht? So bleibt Brot lange frisch.

In den wenigsten Haushalten wird ein frisch gekauftes Brot direkt am selben Tag komplett aufgegessen. Es stellt sich also die Frage, wie und wo die Backwaren am besten aufbewahrt werden sollten, damit sie lange frisch und lecker bleiben. Oftmals wird bei der Lagerung von Brot auf den Kühlschrank zurückgegriffen. Doch das ist nicht unbedingt eine gute Idee – und zum Glück gibt es einfache Alternativen, die die Brotreste retten können.

Ist es sinnvoll, Brot im Kühlschrank zu lagern?

Intuitiv werden viele Lebensmittel in den Kühlschrank gelegt, um ihre Haltbarkeit zu verlängern. Was bei vielen Obst- und Gemüsesorten sowie Fleisch definitiv sinnvoll ist, hat bei Brot leider den gegenteiligen Effekt. Durch die niedrigen Temperaturen im Kühlschrank trocknet das Brot schneller aus und wird hart. Schuld daran ist die sogenannte Retrogradation, bei der das in der Stärke des Mehls gebundene Wasser wieder freigesetzt wird und verdunstet. Wer möglichst lange den guten Geschmack des Brotes bewahren möchte, sollte es also möglichst von Kälte und damit auch vom Kühlschrank fernhalten.

Drei Tipps zur Lagerung von Brot

Doch wie sollte das Brot am besten aufbewahrt werden, wenn es nicht in den Kühlschrank soll? Drei einfache Tipps helfen dabei, Brot richtig zu lagern, damit Geschmack und Konsistenz möglichst lange erhalten bleiben.

Tipp 1: Richtigen Behälter wählen

Frisches Brot wird in einem Brotkasten aufbewahrt.Im Brottopf bleibt das Brot lange frisch.

Bei der Wahl des richtigen Behälters müssen zwei Aspekte beachtet werden: Einerseits muss das Brot möglichst luftdicht gelagert werden, um ein schnelles Austrocknen zu vermeiden. Bei Broten, die eine knusprige Kruste haben und diese auch behalten sollen, muss die Luft andererseits gut zirkulieren können und Feuchtigkeit die Möglichkeit haben, zu entweichen. Wer frisches Brot oder Brötchen nur kurz aufbewahren muss, kann es in der Papiertüte vom Bäcker aufbewahren: Das Papier saugt Wasser auf und hält die Luft fern. Verpacktes Brot bleibt am besten in der Originalverpackung. Unverpacktes Brot hält in einem speziellen Brotkasten am längsten. Im Idealfall besteht der luftdichte Brottopf oder -kasten aus Ton, Keramik oder Steingut. Diese Materialien nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf wieder zurück. Einen ähnlichen Effekt haben Stahlkästen mit kleinen Luftlöchern. Die Kästen sollten regelmäßig gereinigt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Einfach und effektiv ist dafür das Auswischen mit Essigwasser.

Tipp 2: Temperatur kontrollieren

Um die Retrogradation und damit das Austrocknen des Brotes zu verlangsamen, ist die richtige Temperatur entscheidend. Am besten wird das Brot bei Raumtemperatur aufbewahrt. Das entspricht etwa einer Temperatur zwischen 18 und 22 °C. Daraus resultiert auch die einzige Ausnahme, bei der die Aufbewahrung von Brot im Kühlschrank eine Alternative darstellt: Wenn im Sommer Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit herrschen, wird das Brot auch im Brotkasten schnell schimmeln, sodass die kurzzeitige Lagerung im Kühlschrank besser ist – auch wenn Geschmack und Konsistenz darunter leiden.

Tipp 3: Schnittstellen schützen

Angeschnittenes Brot, das im Brotkasten aufbewahrt wird, trocknet entlang der Schnittfläche besonders schnell aus. Um das zu vermeiden, sollte das Brot mit der Schnittfläche nach unten in den Kasten gelegt werden. Alternativ kann das Brot auch in ein Wachstuch eingewickelt werden.

Wichtiger Hinweis: Wenn sich an der Schnittfläche oder an einzelnen Scheiben Schimmel gebildet hat, sollte das ganze Brot entsorgt werden. Sobald die ersten Schimmelflecken erkennbar sind, ist davon auszugehen, dass der gesamte Laib von den Pilzen befallen ist und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verzehrt werden sollte.

Brot einfrieren – eine gute Idee?

Wer sein Brot länger als ein paar Tage aufbewahren möchte oder gerne auf Vorrat kauft, der kann jede Brotsorte ohne Probleme einfrieren . Das Brot ist dann je nach Sorte bis zu einem halben Jahr haltbar.

Übersicht: Brot richtig aufbewahren

Wie lange das Brot haltbar ist, hängt zu einem Großteil von den Lagebedingungen wie Behälter, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Außerdem gilt die Faustregel: Je mehr Roggen, Schrot beziehungsweise Vollkorn oder Sauerteig enthalten ist, desto länger die Haltbarkeit.

Brotsorte Ideale Lagerung Maximale Lagerdauer
Baguette und Brötchen Papiertüte vom Bäcker Drei Tage
Knäckebrot Originalverpackung oder Kunststoffdose/Brotbox Mehrere Monate
Roggenbrot Brotkasten Eine Woche
Toast Originalverpackt in der Tüte Eine Woche
Vollkornbrot Brotkasten Eine Woche
Weißbrot Brotkasten Drei Tage
Weizenmischbrot Brotkasten Fünf Tage

Was tun mit trockenem Brot?

Wenn das Brot trotz aller Vorsicht trocken und hart geworden ist, müssen die Reste nicht sofort in den Müll wandern. Trockenes Brot schmeckt aufgetoastet immer noch gut, angeröstete Brotwürfel eignen sich gut als Croutons in Salaten und Suppen und altes Weißbrot kann einfach zu Paniermehl verarbeitet werden.