Wie frisch vom Bäcker: Brot richtig einfrieren und auftauen

Vollmundiges Vollkornbrot, ein herzhaftes Roggenbrot oder ein einfacher, aber leckerer Toast: Brot gehört für viele einfach zur täglichen Ernährung dazu. Wer viel und gerne Brot ist, muss sich früher oder später auch Gedanken um die richtige Lagerung machen. Während bei Fleisch und Co beispielsweise klar ist, dass das Einfrieren eine gute Möglichkeit darstellt, besteht beim Tiefkühlen von Brot oftmals Unsicherheit. Unter welchen Umständen kann Brot eingefroren werden und was ist dabei unbedingt zu beachten, damit Geschmack und Qualität nicht leiden?

Wie frisch vom Bäcker: Brot richtig einfrieren und auftauen

Vollmundiges Vollkornbrot, ein herzhaftes Roggenbrot oder ein einfacher, aber leckerer Toast: Brot gehört für viele einfach zur täglichen Ernährung dazu. Wer viel und gerne Brot ist, muss sich früher oder später auch Gedanken um die richtige Lagerung machen. Während bei Fleisch und Co beispielsweise klar ist, dass das Einfrieren eine gute Möglichkeit darstellt, besteht beim Tiefkühlen von Brot oftmals Unsicherheit. Unter welchen Umständen kann Brot eingefroren werden und was ist dabei unbedingt zu beachten, damit Geschmack und Qualität nicht leiden?

Kann man Brot einfrieren?

Das Einfrieren von Brot scheint oftmals eine gute Idee zu sein. Wer gerne auf Vorrat einkauft, kann so auch seine Lieblingsbackwaren über einen längeren Zeitraum lagern. Auch für Singles, denen ein ganzes Brot oftmals zu viel ist, bietet sich das Einfrieren wegen der Haltbarkeit von mehreren Monaten an. Ambitionierte Hobbybäcker fragen sich ebenfalls manchmal, wie sie ihre Backwerke möglichst lange aufbewahren und genießen können.

Generell vertragen alle Brotsorten den Frost und können daher eingefroren werden. Selbstgebackenes Brot, ein Laib frisch vom Bäcker oder das abgepackte Brot in Scheiben aus dem Supermarkt können problemlos in die Tiefkühltruhe oder den Gefrierschrank wandern. Vollkornbrot und Sorten aus Sauerteig bleiben bei den tiefen Temperaturen lange frisch, Weißbrot wie beispielsweise Toast trocknet eher aus und verliert schneller an Geschmack. Für alle Sorten gilt jedoch: Bakterien und Schimmel haben bei den Minustemperaturen keine Chance.

Drei Tipps zum Einfrieren von Brot

Damit das Brot möglichst geschmackvoll bleibt und seine gewünschte Konsistenz nicht verliert, müssen beim Einfrieren ein paar Dinge beachtet werden. Diese drei Tipps helfen dabei.

  • Tipp 1: Den richtigen Behälter wählen
    Damit das Brot lange hält und nicht unnötig austrocknet, muss es möglichst luftdicht verpackt werden. Dazu eignen sich klassische Gefrierbeutel oder Kunststoffdosen genauso gut wie Behälter aus Glas oder Edelstahl. Alternativ können Brot und Brötchen auch fest in Alufolie oder Wachstücher eingewickelt oder in einem umweltfreundlichen Baumwollbeutel eingefroren werden. Feste Dosen haben den Vorteil, dass sie sich im Gefrierfach besser stapeln lassen. Verpacktes Toastbrot kann auch in seiner Verpackung direkt zum Einfrieren in die Truhe.

  • Tipp 2: Auf die Temperatur achten Brot wird am besten bei einer Temperatur von -18 °C eingefroren. Bei dieser Temperatur können sich Mikroorganismen nicht vermehren und das Brot bleibt lange frisch. Wer über einen Tiefkühlschrank mit Schockfrosterfunktion verfügt, sollte diese nutzen: Je schneller das Brot gefriert, desto eher bleibt die Qualität erhalten.

  • Tipp 3: Gefrierbrand vermeiden Gefrierbrand sieht nicht nur unschön aus, durch die Bildung von Eiskristallen und die dadurch entstehende Feuchtigkeit wird das Brot beim Auftauen auch matschig. Um das zu vermeiden, sollte die Temperatur im Gefrierschrank möglichst konstant sein. Häufiges und langes Öffnen der Türen erwärmt das Innere des Frosters und kann die Bildung von Gefrierbrand fördern. Außerdem sollten nur abgekühlte Lebensmittel eingefroren werden. Selbstgebackenes Brot muss erst auskühlen, bevor es in den Gefrierschrank wandern kann.

Gefrorenes Brot richtig auftauen

Brot wird eingefrorenEingefrorenes Brot ist ein praktischer Vorrat und kann schnell aufgetaut werden.

Neben dem richtigen Einfrieren spielt auch das korrekte Auftauen des Brotes eine entscheidende Rolle für den guten Geschmack. Je langsamer das Brot auftauen kann, desto besser. Abgedeckt und bei Zimmertemperatur gelagert ist ein ganzer Laib nach etwa sechs bis acht Stunden aufgetaut und kann verzehrt werden. Wer das Gefühl des frischgebackenen Brots imitieren möchte, kann das tiefgekühlte Brot auch im Backofen aufbacken. Dafür wird der Brotlaib bei 180 °C für 15 Minuten in den Ofen gegeben und kann nach einer Ruhezeit von 30 Minuten genossen werden.

Wenn etwas mehr Zeit zur Verfügung steht, sollte das Brot vor dem Aufbacken ein paar Stunden bei Raumtemperatur antauen, anschließend mit Wasser bestrichen und dann für maximal zehn Minuten in den Ofen. So wird die Kruste garantiert knusprig statt hart und trocken. Einzelne Scheiben Brot lassen sich schnell und einfach im Toaster auftauen. Die meisten Geräte verfügen dafür über eine spezielle Auftaufunktion, sodass für ein gutes Ergebnis keine Experimente mit den verschiedenen Stufen notwendig sind. Und auch die Mikrowelle ist für ein schnelles Auftauen von Brot geeignet.

Fragen & Antworten

Kann aufgetautes Brot wieder eingefroren werden?

Gebackenes, aufgetautes Brot kann durchaus wieder eingefroren werden, wenn es nicht länger als zwei Stunden komplett aufgetaut bei Zimmertemperatur gelagert wurde. Allerdings trocknet das Brot bei einem erneuten Einfrieren weiter aus.

Sollte Brot als Ganzes oder in Scheiben in die Tiefkühltruhe?

Es ist meistens praktischer geschnittenes Brot einzufrieren: Die einzelnen Scheiben frieren schneller durch, tauen schneller auf und können je nach Bedarf entnommen werden, sodass für ein Butterbrot nicht der gesamte Brotlaib aufgetaut werden muss.

Wie lange ist gefrorenes Brot haltbar?

Wird das Brot als Ganzes eingefroren, ist es etwa ein halbes Jahr haltbar. Einzelne Scheiben sollten innerhalb von drei Monaten verzehrt werden; eingefrorenes Toastbrot hält zwischen einem und drei Monaten. Meistens kann das Brot zwar auch nach dieser Zeit noch verzehrt werden, allerdings leidet der Geschmack.